Auf einen Blick
Warum KI in der Pharmaindustrie erst mit einer gemeinsamen Datenbasis skaliert
Das Problem: Getrennte Datenräume bremsen jede KI-Initiative in Pharma
Patientenkohorten lassen sich nicht über Datenquellen aggregieren, Compound-Daten bleiben von Genomik und Assays getrennt, und Safety-Signale kommen zu spät.
Patientenkohorten lassen sich nicht finden
EDC, CTMS und RWE aus Krankenkassen und Registern bleiben getrennt. Geeignete Patientenkohorten für eine neue Studie lassen sich nicht automatisiert über Datenquellen hinweg aggregieren, die Rekrutierung dauert Monate.
Lösung
RWE, EDC und CTMS laufen auf einer pseudonymisierten Basis: Modelle identifizieren passende Kohorten und Prüfzentren automatisch.
Compound-Daten bleiben von Genomik und Assays getrennt
Compound-Repositories, Assay-Historie und Genomik-Profile laufen in eigenen Systemen ohne gemeinsames Modell. Ein reines Struktur-Modell ohne biologischen Kontext bleibt eine wissenschaftliche Spielerei.
Lösung
Compound-, Assay- und Genomik-Daten laufen auf einer Basis. Discovery-Modelle greifen auf denselben biologischen Kontext zu wie Target-Identifikation und Lead-Optimierung.
Safety-Signale kommen zu spät
Spontanmeldungen, Literatur und Studien-Sicherheitsdaten laufen getrennt von klinischen Endpunkten und RWE. Sicherheits-Signale werden spät und mit mehr Bias erkannt.
Lösung
Spontanmeldungen, Studien und RWE laufen in einer Signal-Detection-Schicht zusammen, mit Bezug auf Wirkstoff, Indikation und Risikoprofil.
Was unterscheidet Pharma- und Life-Sciences-Daten von anderen Branchendaten?
Vier Eigenschaften entscheiden, welche Architektur wirklich passt.
Stark fragmentierte Quellen
R&D, klinische Studien, EHR, Claims, Register, Bildgebung und Genomik folgen eigenen Datenmodellen und Standards wie HL7v2, FHIR, DICOM und EDI.
Regulatorik als Teil der Architektur
GxP, GAMP 5 und 21 CFR Part 11 machen Audit-Trail, Lineage und Validierung zur Pflicht. Governance lässt sich nicht nachträglich aufsetzen.
Kontrollierte, indirekte Patientenidentität
Patientendaten liegen pseudonymisiert oder über Treuhandmodelle vor. Eine gemeinsame Sicht braucht klare Regeln für Zweckbindung unter DSGVO und EHDS.
Stark multimodale Daten
Labordaten, EDC-Formulare und Claims treffen auf Bildgebung, Studienberichte, Literatur und Genomik. Ein großer Teil davon ist unstrukturiert und wächst schnell.
Die Lösung
Eine gemeinsame Datenbasis für Patienten, Studien und Compounds
Was die Datenbasis enthalten muss
Use Cases auf einer Datenbasis

Drug Discovery & R&D
Compound-, Assay- und Genomik-Daten laufen auf einem gemeinsamen Feature- und Modell-Layer. Target-Identifikation, Lead-Optimierung und RAG auf Studienliteratur greifen auf denselben biologischen Kontext zu.

Klinische Studien & Trial-Rekrutierung
Modelle auf Claims-, EHR- und Register-Daten identifizieren geeignete Patientenkohorten und passende Prüfzentren, pseudonymisiert und mit Audit-Trail über die ganze Kette.

Real World Evidence & Pharmacovigilance
Versorgungsdaten aus Claims, EHR und Registern laufen auf OMOP- und FHIR-Schichten zusammen, Basis für HEOR, Zulassung und eine Signal-Detection-Schicht aus Spontanmeldungen, Studien und RWE.

Supply Chain & Cold Chain
Cold-Chain-Telemetrie aus IoT-Sensoren, ERP-Bestandsdaten und Shipment-Tracking laufen auf denselben Stammdaten, Basis für Forecast- und Alerting-Modelle in Distribution und Kühlkette.
Öffentliche Beispiele von Sanofi, Regeneron und Johnson & Johnson
Von getrennten Datenräumen zur gemeinsamen Datenbasis
Vorher
Nachher
Trial-Rekrutierung
RWE-Nutzung
Pharmacovigilance
Supply Chain & Cold Chain
KI-Assistenten für R&D, Clinical Operations, Medical Affairs und Regulatory Affairs
Fünf Einsatzfelder entstehen auf derselben Datenbasis.
R&D-Researcher-Assistenten
Wissenschaftliche Teams fragen in natürlicher Sprache nach Compound-Historie, Bindungsdaten und Literatur-Evidenz, mit Bezug auf Target und Mechanismus, ohne zwischen ELN, Patenten und PubMed zu wechseln.
Clinical-Operations-Assistenten
Studien-Management bekommt Vorschläge für Site-Aktivierung, Rekrutierungs-Engpässe und Protokoll-Abweichungen aus der gemeinsamen Datenbasis, mit Bezug auf EDC, CTMS und externe RWE-Quellen.
Medical-Affairs-Assistenten
Medical-Affairs-Teams sehen reale Versorgungsmuster, KOL-Aktivität und Evidenz-Lücken aus RWE und Studien zusammen, mit Bezug auf Therapie und Indikation.
Pharmacovigilance-Assistenten
Sicherheits-Teams sehen Signal-Vorschläge aus Spontanmeldungen, Studien und RWE zusammen, mit Bezug auf Wirkstoff, Indikation und Risikoprofil; Routine-Berichte werden vorab generiert.
Regulatory-Affairs-Assistenten
Regulatorik-Teams bereiten Entwürfe und Zusammenfassungen für CTD-Module und Periodic Safety Update Reports auf freigegebenen Daten vor, auf derselben Lineage-Schicht, die der Auditor später einsieht.
Grenzen von KI in Pharma und Life Sciences
Eine Datenplattform löst viele Integrationsprobleme, ersetzt aber nicht die Arbeit an Datenqualität, Validierung und regulatorischen Abläufen.
Datenqualität in EDC und RWE bleibt der schwierigste Punkt
EDC-Daten haben Protokoll-Abweichungen und fehlende Werte, Claims-Daten sind für Abrechnung optimiert. Eine Aussage über Wirksamkeit ist nur so gut wie das Signal aus den Quellen.
GxP-Validierung von ML-Modellen ist noch nicht standardisiert
GAMP 5 und FDA 21 CFR Part 11 wurden für klassische Software geschrieben. Modell-Validierung mit Drift-Monitoring braucht eine eigene MLOps-Disziplin.
Patientendatenschutz unter DSGVO und EHDS
Der European Health Data Space erweitert seit 2025 die Anforderungen an Zugriff und Auditierbarkeit über die DSGVO hinaus. Eine zentrale Datenbasis braucht diese Regeln von Anfang an.
Datenhoheit zwischen Krankenkassen und Forschung
Krankenkassen- und Registerdaten liegen nicht direkt bei Pharma-Unternehmen. Der Zugang läuft über Forschungsdatenzentren und Treuhandstellen, die Rechte-Klärung bleibt ein juristisches Projekt.
Bias und Generalisierbarkeit
Modelle auf RWE bilden die Versorgungsrealität mit allen Lücken ab. Ohne Bias-Analyse und externe Validierung sehen Modelle im Test gut aus und versagen in der Realität.
Change-Management in regulierten Prozessen
Eine neue Vorgabe an einer klinischen Site in 30 Ländern dauert Monate mit Protokoll-Amendments und Schulungen. Ohne diese Arbeit bleibt die Plattform ohne Wirkung in der Studie.
Databricks Premier Partner
Als einer der wenigen DACH-Partner mit Zertifizierungen auf Platform-, Data-Engineering- und ML-Level begleiten wir Pharma- und Life-Sciences-Projekte von der Architektur bis zum produktiven Modell. Über 50 Projekte, 10+ Jahre Erfahrung.
Wann lohnt sich eine Lakehouse-Basis?
Mehr als fünf Datenquellen aus R&D, Clinical und RWE liefern Daten für KI-Initiativen
Mehrere therapeutische Areas mit eigener Datenkultur sind im Aufbau oder mehrere Trials laufen parallel
Trial-Rekrutierung über mehrere Sites soll beschleunigt werden, erste RWE- oder HEOR-Studien sind geplant
Pharmacovigilance-Anforderungen wachsen mit neuen Indikationen oder einem komplexeren Portfolio
Drei oder mehr parallele KI-Initiativen integrieren immer wieder dieselben Quellen
Dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt
Drug Discovery oder klinische Studien sind meist der schnellste Einstieg. Die Datenbasis trägt danach RWE, Pharmacovigilance und Supply-Chain-Analytik.
Termin vereinbarenBereit für eine Datenbasis für Patienten, Studien und Compounds?
In einem ersten Gespräch klären wir, welche Datenquellen aus R&D, Clinical, RWE und Pharmacovigilance für den ersten Use Case wirklich gebraucht werden, welche Anforderungen bei GxP, Datenschutz und Modellvalidierung vorher geklärt werden müssen, und welcher Einstieg zu eurer Pipeline passt.



















