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KI in der Versicherung: Schaden, Underwriting und Aktuariat auf einer Datenbasis skalieren

Wie Databricks Bestand, Schaden, Telematik und Aktuariat verbindet, damit Schaden-Triage, Underwriting und Reservierung auf einer Datenbasis laufen.

Auf einen Blick

Eine Datenbasis für Schaden, Underwriting und Aktuariat

KI in der Versicherung skaliert erst, wenn Bestand, Schaden, Underwriting, Aktuariat, Vertrieb und Telematik auf einer gemeinsamen Datenbasis zusammenlaufen. Die wichtigsten Use Cases hängen an denselben Daten: Schaden-Triage, Fraud Detection, Underwriting, Pricing, Reservierung und Customer Analytics. Der wirtschaftliche Hebel entsteht dort, wo heute Medienbrüche und getrennte Systeme bremsen: in Schadenbearbeitung, Tarifkalkulation, Reserve-Berechnung und regulatorischem Reporting.
Herausforderungen

Wo Datensilos die Versicherung heute bremsen

1

Eine Person, vier Kennungen

Bestand, Schaden, Vertrieb und Aktuariat laufen je Sparte getrennt. Eine Person kann in Leben, Kfz, Kranken und Sach mit unterschiedlichen Kennungen vorkommen, ohne dass eine gemeinsame Sicht auf Vertrag, Person und Schaden existiert.

Lösung

Eine Identität pro Person und Vertrag über alle Sparten hinweg. Schaden-Triage, Underwriting und Aktuariat greifen auf denselben Schadenverlauf zu.

2

Fotos, Gutachten und Telematik im Silo

Ein Schaden besteht aus mehr als Feldern im System: Fotos, Videos, Gutachten als PDF, Telematik-Datenströme und Korrespondenz. Schaden-Analytics scheitert in vielen Häusern daran, dass diese Quellen nirgendwo gemeinsam zugänglich sind.

Lösung

Bestand, Schadenfälle samt Fotos und Gutachten sowie Telematik-Datenströme liegen auf derselben offenen Datenstruktur, Basis für automatisierte Schaden-Triage und Fraud-Bewertung.

3

Governance ab dem ersten Tag verpflichtend

Solvency II, IFRS 17, BaFin-Anforderungen, DSGVO und besondere Schutzregeln für Gesundheits- und Schadendaten machen Governance von Anfang an verpflichtend, nicht nachträglich nachrüstbar.

Lösung

Unity Catalog setzt Rechte, Klassifikationen und Lineage einmal um. Sie gelten gemeinsam für Bestands-, Schaden-, Underwriting- und Aktuariat-Daten, inklusive Audit-Pflichten aus Solvency II und IFRS 17.

Datenlage

Was Versicherungsdaten besonders macht

Vier Punkte unterscheiden Versicherungsdaten von klassischen Commerce- oder Industriewelten.

Spartenlogik

Bestand, Schaden, Vertrieb und Aktuariat laufen oft je Sparte getrennt. Eine Person kann in Leben, Kfz, Kranken und Sach mit unterschiedlichen Kennungen vorkommen.

Lange Vertragshistorien

Lebens-, Kranken- und Berufsunfähigkeitsverträge laufen über Jahre oder Jahrzehnte. Tarifgenerationen, Schadenhistorie und Reserve-Annahmen müssen über diesen Zeitraum konsistent bleiben.

Multi-modale Schadendaten

Ein Schaden besteht aus Fotos, Videos, Gutachten als PDF, Telematik-Datenströmen und Korrespondenz, nicht nur aus Feldern im System.

Regulatorik

Solvency II, IFRS 17, BaFin-Anforderungen, DSGVO und besondere Schutzregeln für Gesundheits- und Schadendaten machen Governance von Anfang an verpflichtend.

Die Lösung

Bestand, Schaden, Underwriting und Aktuariat auf einer Datenbasis

Vertragsbestand, Schadenfälle, Underwriting-Profile, aktuarielle Reserve-Modelle, Telematik-Daten, Reparatur-Partner-Feeds, Vertriebs- und Maklerdaten sowie externe Risiko-Signale liegen in einer gemeinsamen, offenen Datenstruktur, mit einheitlichen Zugriffsregeln und einer Vertrags- und Personensicht, die alle Sparten abdeckt.

Was die Datenbasis bringt

Eine Schaden-Triage berücksichtigt Telematik- und Vertragshistorie statt nur Stammdaten.
Ein Underwriter sieht denselben Schadenverlauf, den auch das Aktuariat für Reserve-Modelle nutzt.
Eine Solvency-II-Berechnung stützt sich auf dieselben Bestands- und Schadendaten wie das Management-Reporting.
Neue Use Cases greifen auf dieselben kuratierten Tabellen zu, ohne erneute Integration.
Use Cases

Use Cases auf einer Datenbasis

Person füllt ein Schadenformular auf einem Klemmbrett im Auto aus

Schadenbearbeitung und Regulierung

Bilddaten-Analyse an Kfz- und Gebäudeschäden, Betrugserkennung im Meldeprozess, automatisierte Triage und Rückstellungsmodelle laufen auf denselben Bestands- und Schadendaten.

Analystin wertet Risiko- und Finanzkennzahlen an zwei Bildschirmen aus

Underwriting, Aktuariat und Tarife

Risikoscoring aus Vertragsverlauf und Telematik, dynamische Preismodelle und die Aktuariat-Datenbasis für IFRS 17 und Solvency II greifen auf dieselbe Sicht zu.

Versicherungsberaterin bespricht eine Hausratversicherung mit einem Kunden

Kunden, Vertrieb und Cross-Selling

Customer 360 über Verträge und Kanäle, Next Best Action, Stornoprognose und die Integration von Vermittler- und Maklerdaten laufen auf derselben Kundensicht.

Zwei Fachleute besprechen ein Dokument in einem Büromeeting

Compliance, Betrug und Reporting

AML- und KYC-Prüfungen, Regulatorik-Reporting für BaFin, Solvency II und DORA sowie Datenqualität und Lineage im Audit laufen auf derselben Governance-Schicht.

Öffentliche Beispiele von VGZ & Suncorp

+30%Time-to-Market neuer Datenprodukte (VGZ)
-50%Weniger Wartungsaufwand in der Data Platform (VGZ)
bis 30 Min.Weniger Review-Zeit pro Schadenfall (Suncorp SunGPT)
1.500+Schaden-Mitarbeitende nutzen SunGPT (Suncorp)
Reserve-Zyklus

Vom Silo-Extrakt zur gemeinsamen Reserve-Basis

Vorher

Nachher

Reserve-Berechnung (IFRS 17, Solvency II)

IFRS-17-, Solvency-II- und Reserve-Modell-Berechnungen ziehen jeweils eigene Silo-Extrakte ohne gemeinsames Lineage; Reports divergieren, jeder Zyklus kostet Tage.
Bestand, Schaden und aktuarielle Annahmen liegen auf einer gemeinsamen Datenbasis mit Unity Catalog. IFRS 17, Solvency II und Reserve-Bewegung greifen auf dieselbe Sicht zu, mit Lineage bis in den Aufsichtsbericht.

Schaden-Triage

Schadenmeldung, Fotos und Gutachten werden manuell zusammengeführt, Bearbeitungszeit hängt von der Verfügbarkeit einzelner Sachbearbeiter ab.
Meldung, Vertragsbestand, Fotos und Gutachten fließen automatisiert in eine priorisierte Bearbeitungsempfehlung.

Underwriting und Pricing

Underwriting sieht nur Bestandsdaten und eine veraltete Tarif-Tabelle, ohne Telematik oder aktuelle Schadenhistorie.
Risiko-Scores entstehen aus Vertragsbestand, Schadenhistorie, Telematik und externen Signalen auf einer gemeinsamen Basis.

Regulatorik-Reporting

BaFin-, Solvency-II- und IFRS-17-Reports werden aus separaten Extrakten manuell abgestimmt.
Reporting-Pipelines laufen automatisiert auf derselben Basis, mit nachvollziehbarer Lineage von der Quelle bis in den Aufsichtsbericht.

KI-Assistenten

Welche KI-Assistenten sind in Versicherungen realistisch?

KI-Assistenten brauchen genau die Datenbasis, die in den fünf Bausteinen oben entsteht. Ohne kontrollierte Datenbasis, durchgehende Identität und Feature-Layer bleiben sie wie viele andere Piloten stecken.

1

Schaden-Assistenten für die Bearbeitung

Ziehen Schadenmeldung, Vertragsbestand, Fotos und Gutachterberichte zusammen und priorisieren die Bearbeitung nach Schwere und Fraud-Indikatoren.

2

Underwriting-Assistenten mit vollständiger Risikosicht

Greifen kanalübergreifend auf Vertragsbestand, Schadenhistorie und Telematik-Daten zu, ohne zwischen mehreren Tools zu wechseln.

3

Aktuariat-Assistenten für Reserve-Modelle

Gleichen Modellinputs, Annahmen und Ergebnisse mit aktueller Bestands- und Schadensicht ab, einschließlich Lineage in die IFRS-17- und Solvency-II-Reports.

4

Vertriebs- und Makler-Assistenten

Aggregieren Produkt-, Risiko- und Vertragsdaten kontextbezogen für Beratung und Angebot, ohne Vertragsdetails aus drei Systemen zusammenzusuchen.

5

Audit- und Compliance-Assistenten

Fragen Datenherkunft, Modellversionen und Freigabe-Schritte aus dem Model Risk Management auf derselben Datenbasis ab.

Grenzen

Wo liegen die Grenzen von KI in der Versicherung?

Auch eine gute Datenplattform ändert nichts daran, dass viele Probleme direkt in Bestand, Schaden und Aktuariat entstehen.

Datenqualität in Bestandssystemen

Dubletten, abweichende Adressformate, lückenhafte Schadenhistorie und uneinheitliche Tarif-Kennungen verzerren jedes Modell. Eine Plattform allein bereinigt das nicht von heute auf morgen.

Modell-Freigabe im Aktuariat

Solvency II verlangt unter dem Model Risk Management dokumentierte Modellentwicklung, unabhängige Validierung und nachvollziehbare Freigaben. Das bleibt Projektarbeit mit Aktuariat, Risk und Compliance.

DSGVO und besondere Datenschutzregeln

Schadenfotos enthalten oft personenbezogene Informationen Dritter, Gesundheitsdaten unterliegen besonderem Schutz, Telematik enthält Bewegungsprofile. Die organisatorische Klärung bleibt fachliche Arbeit.

Fairness und Diskriminierungsfreiheit

Telematik- und verhaltensbasierte Tarife können diskriminierende Effekte haben. Der EU AI Act stuft bestimmte KI-Systeme in Leben und Kranken als Hochrisiko ein.

Auditpflichten BaFin und EIOPA

Aufsichtsberichte, Solvency-II- und IFRS-17-Reporting brauchen durchgängige Lineage von der Quelle bis in den Bericht. Die fachliche Abnahme bleibt Aufgabe von Risk und Compliance.

Change-Management in Schaden und Underwriting

Eine neue Schaden-Triage-Logik lässt sich technisch schnell ausrollen; ein neuer Ablauf im Schaden- oder Underwriting-Team dauert Monate.

Databricks Premier Partner

Als einer der wenigen DACH-Partner mit Zertifizierungen auf Platform-, Data-Engineering- und ML-Level begleiten wir Versicherungs-Projekte von der Architektur bis zum produktiven Modell. Über 50 Projekte, 10+ Jahre Erfahrung.

Databricks
Fit-Check

Wann lohnt sich eine Lakehouse-Basis in der Versicherung?

  1. Mehr als fünf Sparten mit getrennten Bestandssystemen liefern Daten für KI-Initiativen

  2. Über 500.000 Schäden pro Jahr mit Multi-Modal-Daten aus Foto, Text und Telematik

  3. Telematik ist bereits in Kfz- oder Gewerbe-Tarifen aktiv oder befindet sich im Pilotbetrieb

  4. IFRS-17-Reporting läuft im laufenden Betrieb, ein Solvency-II-Audit steht an

  5. Drei oder mehr parallele KI-Initiativen (Schaden, Underwriting, Aktuariat, generative KI) laufen gleichzeitig

Erst Datenbasis, dann Modell

Wer zuerst mit Modellen startet und die Datenbasis später nachzieht, verliert oft das erste Jahr mit Datenintegration im einzelnen Use Case. Sobald mehrere Initiativen parallel laufen, wird die geteilte Basis günstiger als mehrere eigene Pipelines.

FAQ

Häufige Fragen zu KI in der Versicherung

Bereit für eine gemeinsame Datenbasis in Schaden, Underwriting und Aktuariat?

In einem ersten Data & AI Assessment prüfen wir plattformneutral, ob eine gemeinsame Lakehouse-Basis für eure Bestands-, Schaden- und Underwriting-Daten der richtige nächste Schritt ist.

In diesem Gespräch geht es um:
  • welche Use Cases (Schaden-Analytics, Underwriting/Pricing, Aktuariat/Reservierung oder Customer-Analytics) gute Kandidaten sind
  • welche Risiken bei Governance, Model Risk Management und Datenschutz vor dem Ausbau geprüft werden müssen
  • welcher Migrations- und Vorgehensweg mit Parallelbetrieb und klaren Wechselkriterien passt
Alexander Rabe
Alexander Rabe
Co-Founder · Head of Data & AI
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