Delta Sharing Databricks: Daten direkt teilen statt ETL exportieren

Delta-Sharing-Architekturdiagramm: Partner A stellt Daten über Unity Catalog und Delta Sharing bereit, Partner B empfängt sie schreibgeschützt als Databricks-zu-Databricks-Freigabe, Partner C als Nicht-Databricks-Kunde greift über Power BI, Spark, pandas, Tableau oder Java zu
Lesezeit12 Min
Zuletzt aktualisiert15.7.2026
Zusammenfassung

Die Kernaussagen auf einen Blick.

  • Delta Sharing ermöglicht den sicheren Austausch von Daten zwischen Unternehmen und funktioniert auch außerhalb von Databricks, mit Open-Source-Server und Open-Source-Client.
  • Statt regelmäßig Dateien zu exportieren, erhalten Empfänger direkten Lesezugriff auf freigegebene Tabellen. Dadurch sinkt der Aufwand für Export-Pipelines, während mögliche Kosten für den Datentransfer stärker in den Vordergrund rücken.
  • Vor dem Einsatz sollte geklärt werden, welche Plattform der Empfänger nutzt, welcher Freigabemodus passt und wie Verantwortlichkeiten in Unity Catalog geregelt werden.
  • Empfehlenswert ist, Delta Sharing als bevorzugten Weg für die Bereitstellung von Tabellen an Partner und Tochtergesellschaften zu prüfen, Open Sharing entweder mit einem geregelten Prozess für Ausgabe, Ablauf und Widerruf der Zugangsdaten oder über OIDC-Federation an den Identity Provider des Empfängers einzusetzen und Dateiexporte nur dort beizubehalten, wo rechtliche oder technische Gründe sie erforderlich machen.
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Noch ein CSV-Export per Mail?

Eine Plattform steht seit drei Jahren produktiv auf Databricks. Die Daten werden innerhalb der Plattform bereits strukturiert aufbereitet, die Reports laufen, Unity Catalog ist eingeführt. Eine Tochtergesellschaft erhält trotzdem jede Woche mehrere CSV-Dateien über einen alten SFTP-Prozess: Mehrere Dateien direkt aus einer technischen Rohdatentabelle, weil dieser Prozess vor Jahren als schnelle Lösung eingerichtet wurde. Die Verantwortung für den Export ist inzwischen unklar. Auch der tatsächliche Datenbedarf wurde lange nicht mehr überprüft. Welcher Datenstand fachlich geliefert werden soll, ist ebenfalls nicht eindeutig definiert. Bei einer späteren Bereinigung wirkt der Job wie ein nicht mehr benötigter Altprozess, und vier Wochen später ruft die Tochter an, weil etwas fehlt.

Solche Prozesse werden mit jedem zusätzlichen Empfänger schwieriger zu überblicken. Ein BI-Team will direkt aus Power BI lesen. Ein Partner nutzt Snowflake und möchte nicht täglich neue Dateien importieren. SAP-Anwendungen sollen möglichst direkt auf freigegebene Daten zugreifen können. Und ein internes Risikoreporting basiert weiterhin auf regelmäßig erzeugten Parquet-Dateien, die seit zwei Jahren in einen Blob-Container geschrieben werden, ohne dass der Datenfluss vollständig dokumentiert ist.

Beim Betrieb solcher Exporte wiederholen sich die typischen Fragen:

Wer reagiert, wenn ein Export fehlschlägt? Wie viel Aufwand verursachen Entwicklung, Betrieb und Fehlerbehebung dieser Exporte tatsächlich? Wo liegen Kopien der Daten und wie aktuell sind sie? Wer ist verantwortlich, wenn ein Empfänger mit einem veralteten Datenstand arbeitet? Wie schnell kann ein neuer Empfänger auf freigegebene Tabellen zugreifen: Tage, Wochen, Monate?

Delta Sharing setzt an dieser Stelle an. Mit Delta Sharing wird die Bereitstellung von Daten vor allem zu einer Frage der Freigabe und nicht mehr zu einem eigenen Exportprojekt. Der größte Vorteil liegt damit im geringeren Betriebs- und Pflegeaufwand, nicht in der Tatsache, dass ein offenes Protokoll existiert.

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Was ist Delta Sharing?

Delta Sharing ist ein offener Standard für die sichere Bereitstellung von Tabellen und Dateien auch zwischen unterschiedlichen Plattformen und Cloud-Anbietern. Der Standard ist als Open Source veröffentlicht (delta-io/delta-sharing auf GitHub), inklusive Referenz-Server und Referenz-Clients in Python, Spark, Power BI und Pandas. Die Protokoll-Spezifikation steht auf delta.io/sharing, die Databricks-Integration ist in der Delta-Sharing-Dokumentation beschrieben.

Delta Sharing funktioniert auch über Databricks hinaus. Der Empfänger muss Databricks nicht selbst nutzen, sondern nur ein Tool einsetzen, das Delta Sharing unterstützt. Dadurch ist der Austausch weniger stark an eine einzelne Plattform gebunden als bei Lösungen wie Snowflake Secure Data Sharing, BigQuery Analytics Hub oder Fabric OneLake Sharing, die primär innerhalb ihres jeweiligen Ökosystems funktionieren.

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Wie funktioniert Delta Sharing mit Unity Catalog?

In Unity Catalog wird die Freigabe über drei zentrale Elemente verwaltet: Die bereitstellende Organisation (Provider), der einen oder mehrere Shares definiert, und die Empfänger, denen Zugriff gewährt wird (Recipients). Ein Share bündelt die Daten, die ein Empfänger lesen darf: Tabellen, Schemas, Volumes oder (in Databricks-zu-Databricks-Konstellationen) auch Notebooks und AI-Modelle. Für die Freigabe wird keine zusätzliche Datenkopie erstellt. Der Empfänger liest die freigegebenen Dateien direkt aus dem Speicher des Anbieters über zeitlich begrenzte Zugriffslinks, vermittelt über den Delta Sharing Server. Für gezielt inkrementelle Reads führt ein Change Data Feed jede Änderung als Log mit Operation, Pfad, ID, Zeitstempel und Version (add, add, remove); ein Client wie pandas kann diese Änderungen darüber direkt nachvollziehen, ohne eine eigene Kopie der Daten zu halten. Daher spricht man von einer Bereitstellung ohne zusätzliche Kopie.

Diese Abgrenzung hat drei direkte Auswirkungen auf die Architektur. Erstens entfällt bei Delta Sharing eine zentrale Herausforderung klassischer ETL-Ausleitungen: Die exportierte Kopie muss nicht laufend aktuell gehalten werden. Stattdessen greift der Empfänger direkt auf den freigegebenen Datenstand zu. Zweitens verlagert sich die Kostenbetrachtung: Anstelle von Export-Compute können Datentransferkosten entstehen, etwa wenn Daten regions- oder cloudübergreifend gelesen werden. Drittens werden Freigaben und Zugriffe zentral über Unity Catalog gesteuert und protokolliert. Der Provider gibt die Daten frei, Unity Catalog sorgt für Governance und Nachvollziehbarkeit. Wie Lineage, Berechtigungen und Ownership dabei zusammenspielen, erklären wir im Überblick zu Unity Catalog.

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Open Sharing vs Databricks-to-Databricks Sharing

Delta Sharing unterstützt zwei Betriebsmodi. Die Wahl entscheidet vor allem darüber, wie sich der Empfänger authentifiziert und wie viel Verwaltungsaufwand später entsteht. In der Praxis verteilt Delta Sharing Daten oft an eine Mischung aus Empfängern: Databricks-Partner binden die Freigabe über ihren eigenen Unity Catalog schreibgeschützt ein (Databricks-zu-Databricks-Modus), während ein Nicht-Databricks-Partner auf beliebiger Cloud oder on-premises über Open Sharing mit Werkzeugen wie Power BI, Apache Spark, pandas, Tableau oder Java zugreift. Die Daten liegen provider-seitig in beiden Fällen unverändert im Cloud Storage.

Open Sharing kommt zum Einsatz, wenn der Empfänger kein eigenes Databricks-System nutzt. Dafür gibt es zwei Authentifizierungswege.

Der klassische Weg ist ein Bearer Token. Der Anbieter erstellt Zugangsdaten für den Empfänger, übermittelt sie sicher als Credential File, und der Empfänger greift anschließend mit einem Delta-Sharing-kompatiblen Client auf die freigegebenen Daten zu. Wichtig ist dabei: Wer Zugriff auf dieses Token hat, kann auch die für diesen Empfänger freigegebenen Daten lesen. Token können mit einem Ablaufdatum versehen und rotiert werden. In der Praxis müssen deshalb Ausgabe, sichere Speicherung, Ablauf, Rotation und Widerruf sauber geregelt werden, etwa wenn sich Zuständigkeiten ändern oder ein externer Partner keinen Zugriff mehr erhalten soll.

Der neuere Weg ist OIDC-Federation. Dabei wird kein langlebiges Databricks-Token an den Empfänger übergeben. Stattdessen nutzt Databricks den Identity Provider des Empfängers, zum Beispiel Microsoft Entra ID oder Okta. Dieser stellt kurzlebige JWTs aus, die Databricks gegen eine Federation Policy prüft. In dieser Policy wird festgelegt, welcher Issuer, welcher Subject Claim und welche konkrete Identität auf den Share zugreifen darf, also etwa ein Nutzer, eine Gruppe, ein Service Principal oder eine OAuth-App.

Für interaktive Nutzer wird ein User-to-Machine-Flow genutzt, bei dem MFA greift, sofern sie im Identity Provider des Empfängers vorgeschrieben ist. Für automatisierte Workloads gibt es einen Machine-to-Machine-Flow auf Basis von OAuth Client Credentials. Secrets müssen dabei nicht zwischen Anbieter und Empfänger ausgetauscht werden. Die Lebensdauer der Tokens steuert der Identity Provider des Empfängers. Damit entfällt eine der kritischsten Aufgaben im Open Sharing: die Verwaltung langlebiger Zugangsdaten durch den Anbieter. Für externe Empfänger, die ohnehin Entra ID oder Okta einsetzen, ist OIDC-Federation daher meist die bessere Wahl als ein statisches Bearer Token. Details zur Einrichtung beschreibt die Databricks-Dokumentation zur OIDC-Federation.

Databricks-zu-Databricks-Sharing eignet sich, wenn beide Seiten Databricks mit Unity Catalog einsetzen. Die beiden Umgebungen werden über ihre eindeutigen Plattformidentitäten miteinander verbunden. Eine separate Token-Datei muss nicht ausgetauscht werden, und der Aufwand für die regelmäßige Erneuerung externer Zugangsdaten entfällt. Der Empfänger kann die geteilten Daten anschließend mit den gewohnten Unity-Catalog-Rechten an seine eigenen Nutzer weitergeben.

Dieser Modus bietet außerdem zusätzliche Möglichkeiten, die im reinen Open Sharing nicht verfügbar sind. Dazu gehören unter anderem das Teilen von dynamischen Views, Notebooks und AI-Modellen.

Welcher Modus passt, hängt ausschließlich von der technischen Umgebung des Empfängers ab:

KonstellationModusAuthWas geht zusätzlich
Zweite Databricks-Plattform (anderer Workspace, anderer Konzern-Account)Databricks-zu-DatabricksMetastore-IdentitätNotebooks, dynamische Views, AI-Modelle
Snowflake, Fabric, BigQuery, externer EmpfängerOpen SharingBearer Token oder OIDC-Federationnur Tabellen und Volumes
Power BI ohne Databricks-AnbindungOpen SharingBearer Token (Connector)nur Tabellen
Spark- oder Pandas-Empfänger mit Open-Source-ClientOpen SharingBearer Token oder OIDC-Federationnur Tabellen
Konzern-interne Databricks-Tochter mit eigener UC-Metastore-HoheitDatabricks-zu-DatabricksMetastore-Identitätvolle Bandbreite

Eine pragmatische Faustregel hat sich in den meisten Plattform-Setups bewährt: Databricks-zu-Databricks verwenden, wenn beide Seiten die Plattform einsetzen, weil Anmeldung und Berechtigungen einfacher zentral verwaltet werden können. Open Sharing nur für Empfänger außerhalb von Databricks einsetzen, und dort, wo der Empfänger einen eigenen Identity Provider betreibt, OIDC-Federation dem statischen Bearer Token vorziehen. Die häufigste Falle: ein Open-Share an einen internen Empfänger einzurichten, weil es „schneller geht", und dauerhaft zusätzliche Prozesse für Zugangsdaten betreiben müssen.

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Provider, Share und Recipient in Unity Catalog verwalten

In Unity Catalog werden die drei Objekte zentral angelegt und berechtigt, mit klaren Verantwortlichen, Zugriffsrechten und Protokollierung.

Der Provider steht für die Organisation, die Daten bereitstellt. Du legst sie einmal pro Metastore an. Sie ist der zentrale Ausgangspunkt für die Verwaltung der Freigaben: Der verantwortliche Owner kann neue Freigaben und Empfänger verwalten, Inhalte ergänzen.

Ein Share bündelt die Daten, die gemeinsam an einen Empfänger freigegeben werden. Du kannst eine einzelne Tabelle in mehrere Shares legen oder ein gesamtes Schema mit allen enthaltenen Tabellen freigeben. Dadurch werden auch später hinzugefügte Tabellen automatisch sichtbar. Das reduziert den Pflegeaufwand, kann aber unbeabsichtigt neue Daten freigeben: Wer dem Schema-Share angehört, sieht jede neue Tabelle, die jemand im Schema anlegt, ohne dass jede neue Tabelle erneut geprüft wird. Bei sensiblen Daten sollten Tabellen deshalb einzeln ausgewählt und freigegeben werden.

Der Recipient steht für das Unternehmen oder System, das die Daten lesen darf. Im Open-Sharing-Modus wird er über das Bearer Token authentifiziert. Im Databricks-zu-Databricks-Modus über die Metastore-ID des Empfängers. Dem Empfänger wird Zugriff auf den jeweiligen Share eingeräumt (USE SHARE). Damit ist die Freigabe auf der Anbieter-Seite eingerichtet. Ab dem Moment kann der Empfänger lesen.

Wie die Daten innerhalb des Empfängers verteilt werden, liegt anschließend in dessen Verantwortung. Im Open Sharing entscheidet der Client, wer im Empfänger-System welche Tabellen lesen darf. Open Sharing stellt dem Empfänger den freigegebenen Datenzugang bereit. Im Databricks-zu-Databricks-Modus bindet der Empfänger die Freigabe als Catalog in seine Databricks-Umgebung ein und vergibt darauf normale UC-Berechtigungen (SELECT, USE CATALOG usw.). Der Empfänger entscheidet dann selbst, welche eigenen Nutzer auf die Daten zugreifen dürfen.

Auch unstrukturierte Dateien wie PDFs und Bilder können inzwischen geteilt werden (Volumes). Notebooks und KI-Modelle lassen sich nur zwischen zwei Databricks-Umgebungen teilen. Für die Storage-Foundation darunter klären wir die Trennung von Daten und Berechtigung im Überblick zu External Locations in Unity Catalog.

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Power BI, Snowflake, Fabric, SAP BDC und Spark

Wie einfach die Anbindung ist, hängt stark vom System und der Cloud des Empfängers ab. Vier Gruppen sind im Plattform-Alltag relevant:

Andere Databricks-Workspaces. Die einfachste Konstellation. Mit Unity Catalog auf beiden Seiten ist Databricks-zu-Databricks-Sharing mit vergleichsweise wenig Konfigurationsaufwand eingerichtet. Etwa nach Unternehmenszukäufen oder bei getrennten Geschäftsbereichen. Volumes und Notebooks gehen direkt mit.

Power BI. Der Power-BI-Connector für Delta Sharing ist GA. Power BI verbindet sich über die bereitgestellten Zugangsdaten mit dem Share, sieht den Share als Datenquelle und die Daten können direkt abgefragt oder in Power BI importiert werden. Ein zusätzlicher Exportprozess nur für Power BI kann dadurch entfallen, ohne dass Power BI direkt am Lakehouse hängen muss.

Snowflake, Fabric, BigQuery. Die Anbindung ist grundsätzlich möglich, unterscheidet sich aber bei Funktionsumfang und Betriebsaufwand. Ein Snowflake-Konto kann einen Delta Sharing Recipient über externe Funktionen oder über die Snowflake-Marketplace-Mechanik anbinden. Snowflake liest die Daten dabei über eine externe Delta-Sharing-Verbindung, also ausdrücklich keine native Snowflake-Sharing-Funktion. Microsoft Fabric kann freigegebene Tabellen über OneLake-Verknüpfungen anbinden. Für BigQuery existieren Lese-Adapter, die produktiv nutzbar sind, aber mit mehr Einschränkungen als bei einer vollständig nativen Anbindung.

SAP Business Data Cloud (BDC). Ein zunehmend relevanter Austausch zwischen SAP und Databricks. SAP nutzt Delta Sharing als Mechanismus für Zero-Copy-Sharing zwischen Databricks und BDC: SAP-Anwendungen können auf freigegebene Lakehouse-Daten zugreifen, ohne klassische Exportdateien zu erzeugen. Umgekehrt können auch SAP-Daten für Databricks bereitgestellt werden, die SAP über Delta Sharing exponiert. Wie der konkrete Anbindungspfad zwischen Databricks und SAP-BDC aussieht und welche Governance-Themen er aufwirft, zeigen wir im SAP-Pendant zu Zero-Copy Delta Sharing zwischen SAP BDC und Databricks.

Python-, Spark- und eigene Anwendungen. Über den Open-Source-Client lässt sich jeder Empfänger anbinden, der Python oder Spark betreibt. Eine flexible Option für interne und externe Anwendungen: ein Risk-Reporting-Team mit eigenem Jupyter-Stack, ein internes Daten-Produkt mit eigener Compute-Schicht, ein interner Data-Science-Workspace ohne eigenen Databricks-Account. Auch hier müssen die Zugangsdaten sicher verwaltet und regelmäßig erneuert werden.

Über die Existenz eines Connectors hinaus entscheidet, in welcher Cloud und Region die Daten gespeichert sind, wo die Empfänger sitzen, über welche Regionen und Clouds die Daten übertragen werden und welche Antwortzeiten für den Empfänger noch akzeptabel sind. Cloudübergreifende Freigaben sind möglich, können aber hohe Transferkosten und längere Ladezeiten verursachen, und das Latenz-Profil ist deutlich schlechter als Same-Region-Sharing.

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Was kostet Delta Sharing?

Zero Copy bedeutet nur, dass keine zusätzliche dauerhafte Datenkopie erstellt wird. Die Originaldateien bleiben im Speicher des Anbieters. Beim Lesen werden die Daten trotzdem über das Netzwerk übertragen. Cloud-Provider verrechnen Egress-Traffic, wenn Daten eine Region oder eine Cloud verlassen. Das gilt für klassische ETL-Auslieferungen genauso, aber dort ist der Traffic häufig konstant pro Lieferung („wir schicken jeden Montag den vollen Stand"). Je häufiger und je mehr der Empfänger liest, desto mehr Datenverkehr entsteht.

Für die Kostenbetrachtung sollten drei Bereiche getrennt ausgewiesen werden:

Kosten für ausgehenden Datentransfer beim Anbieter. Wenn der Empfänger außerhalb der Storage-Region liegt, zahlt der Provider die Egress-Kosten des Cloud-Storage (S3-Egress, ADLS-Egress, GCS-Egress). Viele direkte BI-Abfragen können dadurch erhebliche Transferkosten verursachen. Innerhalb derselben Region fallen häufig nur geringe oder keine zusätzlichen Transferkosten an. Über Regionen und Cloud-Anbieter hinweg können die Kosten deutlich steigen.

Technischer Aufwand für die Bereitstellung des Shares. Die Provider-Seite betreibt einen kleinen Compute-Layer, der Dateilisten und zeitlich begrenzte Zugriffslinks erzeugt. Auf Databricks ist das ein dedizierter Serverless-Pfad. Dieser Kostenanteil ist meist kleiner als der Betrieb klassischer Export-Pipelines, aber er existiert.

Rechenkosten beim Empfänger. Das ist die häufige Falle in Verhandlungen. Der Empfänger trägt die Kosten seines BI-, SQL- oder Analysewerkzeugs: Power BI Premium, Snowflake-Warehouse, Databricks-SQL-Warehouse. Für den Anbieter sinkt der Betriebsaufwand, während beim Empfänger zusätzliche Abfragekosten entstehen können. Die Kostenverteilung sollte deshalb vor der Freigabe abgestimmt werden, sonst entstehen unangenehme Rechnungen auf der Empfänger-Seite.

Diese Datenströme lassen sich über Unity-Catalog-System-Tables überwachen. Relevant sind vor allem Tabellen zur Recipient-Aktivität, also wer wann welchen Share gelesen hat, sowie zur Nutzung von Sharing Compute. Auf dieser Basis lässt sich ein FinOps-Modell aufbauen, das zeigt, welcher Empfänger welchen Datenverkehr verursacht.

Da Egress-Preise vom Cloud Provider, der Region und dem jeweiligen Databricks-Preismodell abhängen, sollte das Kostenmodell regelmäßig aktualisiert werden. Als pragmatische Faustregel gilt: Vor dem ersten produktiven Share pro Empfänger das erwartete Datenvolumen, die Nutzungshäufigkeit und mögliche Transferkosten abschätzen. Eine einfache Näherung ist Tabellengröße mal erwarteter Read-Faktor mal Egress-Tarif. Empfänger in derselben Region sind meist unkritisch. Regions- oder cloudübergreifende Freigaben sollten dagegen gesondert geprüft werden, mit klar zugewiesener Budget-Verantwortung.

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Audit, Recipient-Aktivität und Token-Hygiene

Es muss zwischen der Anbieter- und der Empfängerseite unterschieden werden.

Auf der Provider-Seite läuft alles über Unity Catalog. Anlage, Änderung und Entzug von Freigaben werden in den Auditdaten protokolliert. System-Tables liefern Recipient-Aktivität: welcher Empfänger wann auf welche freigegebenen Tabellen zugreift, in welchem Volumen. Das ist die Basis für ein internes Reporting darüber, wer welche Daten abgreift, und für ein Compliance-Modell, das ausgehende Datenflüsse genauso behandelt wie eingehende.

Nach dem Lesezugriff kann der Anbieter nicht mehr vollständig nachvollziehen, wie der Empfänger die Daten weiterverwendet. Der Empfänger kann die Daten weiterverarbeiten, speichern oder in Berichten verwenden. Der Provider sieht nur den Lesezugriff. Diese weitere Nutzung muss vor allem über Verträge und organisatorische Regeln gesteuert werden, technisch nur eingeschränkt. Unternehmen, die den gesamten weiteren Datenfluss lückenlos nachweisen müssen, etwa für regulatorisches Reporting, müssen berücksichtigen, dass Delta Sharing nur den Zugriff bis zur Freigabegrenze dokumentiert.

Dynamische Views können bereits vor der Freigabe Daten auf die benötigten Zeilen und Spalten beschränken. Sie filtern Zeilen und Spalten basierend auf Recipient-Eigenschaften, bevor der Share überhaupt geliefert wird. Damit lässt sich Row-Level- und Column-Level-Security in den Share einbauen, ohne dass der Empfänger selbst zusätzliche Filter umsetzen muss. Diese Mechanik gibt es im Databricks-zu-Databricks-Modus voll, im Open Sharing eingeschränkt.

Die sichere Verwaltung der Zugangsdaten ist die größte organisatorische Herausforderung bei Open Sharing mit Bearer Token. Die Tokens können über längere Zeit gültig bleiben (typischerweise mehrere Monate), übergeben werden sie meist per Datei. Jede Person oder Anwendung mit Zugriff auf das Token kann die freigegebenen Daten abrufen. Personalwechsel beim Empfänger, kompromittierte Endgeräte, ungesicherte Mail-Übergabe: alles ein dauerhaftes Sicherheitsrisiko, wenn Tokens nicht regelmäßig erneuert und entzogen werden. Empfehlenswert ist, Open Sharing mit Bearer Token nur mit dokumentierter Token-Verwaltung freizugeben, mit einer möglichst kurzen und verbindlich festgelegten Gültigkeitsdauer und mit einem klar benannten Verantwortlichen beim Empfänger.

OIDC-Federation entschärft dieses Problem, weil es kein langlebiges Databricks-Token mehr gibt, das übergeben, gespeichert und rotiert werden muss. Die Tokens stellt der Identity Provider des Empfängers aus, er bestimmt auch ihre Lebensdauer. Multi-Faktor-Authentifizierung und Sperrung laufen über die Richtlinien dieses Identity Providers, und Databricks prüft die Tokens nur noch gegen die Federation-Policy. Für Empfänger mit eigenem Identity Provider wandert die Verwaltung der Zugangsdaten damit aus dem manuellen Betrieb in eine bereits vorhandene Identitäts-Infrastruktur. Betreibt der Empfänger keinen geeigneten Identity Provider, bleibt das Bearer Token der Weg, und die dokumentierte Token-Verwaltung gilt weiter.

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Wann direkte Datenfreigaben besser sind

Die Wahl sollte anhand des konkreten Datenflusses getroffen werden. Es gibt klare Konstellationen, in denen Delta Sharing das richtige Werkzeug ist, und es gibt Fälle, in denen ETL bewusst bleiben sollte.

Delta Sharing ist meist sinnvoll, wenn:

  • Der Empfänger regelmäßig einen aktuellen Datenstand benötigt, statt wöchentlicher Drops
  • Mehrere Partner oder Tochtergesellschaften dieselben Tabellen nutzen, ohne jeweils eigene Export- und Ladeprozesse zu betreiben
  • der Empfänger heute eine BI-Tool-Anbindung über DirectQuery erwartet (Power BI, Tableau via Connector)
  • Mehrere Gesellschaften mit demselben aktuellen Datenstand arbeiten sollen
  • Empfänger häufiger hinzukommen oder wieder entfernt werden
  • die Empfänger auf unterschiedlichen Cloud-Plattformen sitzen (Multi-Cloud-Lakehouse-Verbund)
  • Eine direkte Bereitstellung ohne zusätzliche dauerhafte Datenkopie gewünscht ist (an SAP BDC oder einen anderen modernen Stack)

Ein klassischer Export bleibt sinnvoll, wenn:

  • Ein unveränderlicher und archivierter Datenstand rechtlich vorgeschrieben ist (etwa BaFin-Meldewesen mit eingefrorenem Stand)
  • Ein festes Zielformat verlangt wird, das Delta Sharing nicht bereitstellen kann (proprietäre Excel-Templates mit Makros, EDIFACT, fixe-Spaltenbreiten-CSV)
  • Nur sehr selten eine einzelne Datei geliefert werden muss (einmal pro Jahr eine Datei an die Steuerbehörde)
  • Das Zielsystem technisch nicht auf einen Share zugreifen kann
  • Vor der Übergabe ein externer Prüf- oder Freigabeprozess zwingend erforderlich ist
  • Bei sehr hohem cloudübergreifendem Lesevolumen ein geplanter Export wirtschaftlicher ist

Die saubere Architektur-Antwort lautet typischerweise: Direkte Freigaben als Standard verwenden und Dateiexporte nur mit nachvollziehbarer Begründung beibehalten.

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Delta Sharing vs Clean Rooms vs Databricks Marketplace

Delta Sharing ist eines von drei Sharing-Verfahren in der Databricks-Familie, und die Abgrenzung ist Architektur-relevant.

Delta Sharing Mit Delta Sharing erhält ein Empfänger direkten Lesezugriff auf freigegebene Daten. Du gibst eine Tabelle frei, der Empfänger liest. Volumen und Identität des Empfängers sind dem Provider sichtbar, der Empfänger kann die freigegebenen Daten selbst weiterverarbeiten (gegebenenfalls über dynamische Views gefiltert).

Clean Rooms eignen sich dagegen für gemeinsame Berechnungen, bei denen die Rohdaten nicht direkt geteilt werden sollen. Mehrere Parteien lassen ihre Daten in einer geschützten Umgebung gemeinsam auswerten, lassen darauf zugelassene Queries laufen, und ausgegeben werden nur vorher festgelegte Ergebnisse. Sinnvoll für Datenpartnerschaften zwischen Wettbewerbern, für Audience-Analysen ohne PII-Austausch, für Forschungs-Kooperationen.

Marketplace macht Datenprodukte auffindbar und erleichtert deren Bereitstellung an viele Interessenten. Ein Provider veröffentlicht ein Daten-Produkt im Databricks Marketplace, Konsumenten finden, abonnieren, lesen. Alles läuft über Delta Sharing als technisches Protokoll im Hintergrund. Wenn viele Datenprodukte und Empfänger verwaltet werden und direkte Einzel-Freigaben unübersichtlich werden, kann ein katalogisiertes Datenprodukt im Marketplace sinnvoller sein.

Die drei Verfahren ergänzen sich und sollten je nach Art der Zusammenarbeit eingesetzt werden. Zwei davon vertiefen wir in eigenen Artikeln: Clean Rooms für die kollaborative Auswertung ohne Rohdatenzugriff und der Databricks Marketplace als Distributions-Layer für Datenprodukte. Den Überblick über alle Verfahren gibt der Artikel Data Sharing auf Databricks.

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Delta Sharing für KI-Assets, Iceberg und On-Premises

Im Juni 2026 hat Databricks OpenSharing vorgestellt, die Weiterentwicklung des Delta-Sharing-Protokolls, ebenfalls Open Source und beim Linux-Foundation-Projekt angesiedelt. Die Grundidee bleibt dieselbe (Bereitstellung ohne zusätzliche Kopie, Governance über Unity Catalog), der Geltungsbereich wird aber über reine Tabellen und Dateien hinaus erweitert. An den oben beschriebenen Mechaniken ändert das für die meisten heutigen Sharing-Entscheidungen nichts; relevant wird es dort, wo neben Daten auch KI-Bausteine oder Nicht-Databricks-Quellen geteilt werden sollen.

Drei Erweiterungen sind für die Architektur-Planung relevant:

Mehr als Tabellen: KI-Assets im Share. OpenSharing dehnt das Modell auf KI-Artefakte aus: Machine-Learning-Modelle, Genie-Agents mit ihrem semantischen Kontext und weitere wiederverwendbare KI-Logik. Organisationen, die freigegebene Daten heute schon zwischen Konzerngesellschaften teilen, können perspektivisch denselben Weg für Modelle und Agents nutzen, ohne sie separat zu exportieren.

Iceberg-Interoperabilität. OpenSharing unterstützt die Apache-Iceberg-REST-Catalog-API, sodass Shares von jedem Iceberg-kompatiblen Client gelesen werden können. Zusätzlich lässt sich aus externen Katalogen wie AWS Glue, Hive Metastore oder Snowflake Horizon freigeben. Das erweitert den Empfängerkreis über die klassischen Delta-Sharing-Clients hinaus.

On-Premises und Storage-Partner. Über die Databricks-Storage-Ecosystem-Mechanik können Storage-Partner einen OpenSharing-Server betreiben und ihre Datenbestände direkt an Unity Catalog anbinden, ohne Daten zu bewegen. Damit rücken on-prem- und Private-Cloud-Quellen in Reichweite. Der Reifegrad ist hier aber gestaffelt: MinIO ist allgemein verfügbar, Partner wie Everpure, Qumulo und VAST Data laufen in Private Preview, weitere (Cohesity, Commvault, NetApp, Nutanix) sind angekündigt.

Konkret: Tabellen- und Datei-Freigaben planst du unverändert über Delta Sharing wie oben beschrieben. OpenSharing ist der Pfad, den du im Blick behältst, wenn KI-Assets, Iceberg-Clients oder on-prem-Quellen Teil der Sharing-Strategie werden. Mehrere dieser Bausteine sind noch in Preview und sollten vor einem produktiven Setup verifiziert werden. Die Details stehen im Databricks-Blog zu OpenSharing.

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Grenzen von Delta Sharing auf Databricks

Delta Sharing ist inzwischen produktiv nutzbar, deckt aber nicht jedes Austauschmodell ab und hat Eigenheiten, die vor der produktiven Nutzung benannt gehören.

Empfänger können freigegebene Daten lesen, aber nicht zurückschreiben. Schreibender Zugriff über einen Share ist nicht vorgesehen und auch nicht geplant. Sollen beide Seiten Daten bereitstellen, muss jede Seite einen eigenen Share anbieten.

Delta Sharing ist nicht für eine sekundengenaue Übertragung laufender Ereignisse gedacht. Presigned URLs werden ausgestellt, Manifest-Files gelesen, Files heruntergeladen. Für Echtzeit-Streaming bleiben Kafka, Event Hubs oder vergleichbare Dienste besser geeignet. Aktualisierte Tabellen können zwar geteilt werden, der Empfänger sieht jedoch nur den jeweils bereitgestellten Tabellenstand.

Nicht alle Inhaltsarten werden von jedem Empfänger und jeder Cloud gleich gut unterstützt. Volume-Sharing ist GA, für Dateien, Notebooks und Modelle stehen weniger kompatible Clients zur Verfügung als für Tabellen. Notebook- und AI-Model-Sharing funktionieren nur Databricks-zu-Databricks und setzen passende Berechtigungen auf der Empfänger-Seite voraus. Der aktuelle Funktionsumfang sollte deshalb vor der Einführung geprüft werden.

Freigaben zwischen verschiedenen Clouds können höhere Kosten und längere Ladezeiten verursachen. Daten von Azure nach AWS zu sharen funktioniert. Die Egress-Kosten und die Latenz machen es selten zur ersten Wahl, wenn der Empfänger viel liest. Für gelegentliche Datenübergaben tragbar, für häufige direkte BI-Abfragen ist eine cloudübergreifende Verbindung oft unwirtschaftlich.

Der Anbieter sieht, dass Daten gelesen wurden, aber nicht jede weitere Verarbeitung beim Empfänger. Auf der Empfänger-Seite verlierst du Lineage. Was der Empfänger mit den Daten macht, steht in seiner Plattform. Für lückenlose regulatorische Nachweise über die weitere Nutzung sind zusätzliche Vereinbarungen und Kontrollen beim Empfänger erforderlich.

Open Sharing benötigt einen verbindlichen Prozess für Zugangsdaten. Ohne sauberen Rotations-Prozess entsteht ein Sicherheitsrisiko mit Halbjahres-Halbwertszeit. Token-Rotation und Recipient-Lifecycle gehören in einen dokumentierten Prozess. Eine manuell gepflegte Liste reicht für einen sicheren laufenden Betrieb nicht aus.

Diese Einschränkungen sollten bereits bei der Auswahl der ersten Empfänger berücksichtigt werden. Dadurch lassen sich spätere Kosten-, Sicherheits- und Betriebsprobleme reduzieren.

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Fazit

Delta Sharing lohnt sich, sobald die Anzahl ausgehender Empfänger über zwei oder drei hinauswächst und die wöchentlichen Export-Jobs ein Pflege-Thema werden.

Delta Sharing lohnt sich, sobald die Anzahl ausgehender Empfänger über zwei oder drei hinauswächst und die wöchentlichen Export-Jobs ein Pflege-Thema werden. Besonders relevant ist das für Plattformen, die in einem Konzern-Verbund mehrere Töchter beliefern, für BI-Modernisierungen, die DirectQuery aus Power BI auf den Lakehouse-Bestand legen wollen, und für alle Szenarien, in denen SAP BDC, Snowflake oder Microsoft Fabric als Empfänger ins Spiel kommen.

Gute Kandidaten für einen ersten produktiven Share:

  • wöchentliche CSV- oder Parquet-Auslieferungen an Konzern-Töchter, die niemand mehr pflegen will
  • Power-BI-Workloads in einer Tochter, die heute über ETL-Stages laufen
  • erste Cross-Vendor-Anbindung an einen Partner-Stack ohne Wechsel des Empfänger-Tools
  • vorbereitende Schritte für eine SAP-BDC-Integration, die in den nächsten Monaten ansteht
  • konsolidierter ausgehender Sharing-Layer für ein neu aufgebautes Unity-Catalog-Setup

Nicht priorisieren würde ich Delta Sharing dort, wo regulatorisch Kopien geschuldet sind, wo der Empfänger ein anderes Format zwingend braucht oder wo Cross-Cloud-Sharing mit hohem Lese-Volumen das Egress-Budget sprengt.

Im Sharing-Architektur-Review sollten die ausgehenden Datenflüsse einmal vollständig inventarisiert werden. Pro Empfänger empfiehlt sich eine Festlegung von Modus (Open vs. Databricks-zu-Databricks), erwartetem Egress-Profil und Governance-Anforderungen, bevor das nächste ETL-Projekt budgetiert wird. Token-Hygiene und Recipient-Lifecycle sollten bereits beim Initial-Setup berücksichtigt werden, da nachträgliche Anpassungen erfahrungsgemäß deutlich aufwendiger sind.

Nächster Schritt

Im Sharing-Architektur-Review sollten die ausgehenden Datenflüsse einmal vollständig inventarisiert werden. Pro Empfänger empfiehlt sich eine Festlegung von Modus (Open vs. Databricks-zu-Databricks), erwartetem Egress-Profil und Governance-Anforderungen, bevor das nächste ETL-Projekt budgetiert wird.

Alexander Rabe
Alexander Rabe
Co-Founder · Head of Data & AI
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FAQ

Delta Sharing ist ein offenes Protokoll für sicheren Datenaustausch zwischen Organisationen, ursprünglich von Databricks entwickelt und an die Linux Foundation übergeben. In Databricks läuft es als Provider/Recipient-Modell in Unity Catalog: ein Provider definiert einen Share aus Tabellen, Volumes oder Notebooks, ein Recipient bekommt Lesezugriff. Daten werden nicht kopiert, der Recipient liest direkt aus dem Provider-Storage über kurzlebige presigned URLs.