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Capacity Units

Capacity Units (CU) sind die Verrechnungseinheit der SAP Business Data Cloud. Was sie messen, welche Dienste sie decken, Abgrenzung zu DBU und Credits.

Capacity Units (CU) sind die Abrechnungseinheit der SAP Business Data Cloud (BDC): eine gemeinsame Vertragsgröße, mit der SAP den Verbrauch mehrerer Datendienste in einer Zahl bündelt. Ein CU-Kontingent (das jährlich gebuchte Volumen) deckt die enthaltenen BDC-Bausteine ab (unter anderem SAP Datasphere, SAP Analytics Cloud, HANA Cloud, BW Bridge, SAP Databricks und BDC Connect); jeder Dienst rechnet seinen technischen Verbrauch nach einem SAP-definierten Faktor in CU um.

Was sind Capacity Units?

Capacity Units fassen den Verbrauch mehrerer SAP-Datendienste zu einer gemeinsamen Vertragsgröße zusammen. Der Kunde bucht ein jährliches CU-Guthaben und verbraucht es über die BDC-Bausteine hinweg. Die einzelnen Dienste messen ihren Verbrauch weiter in ihren eigenen technischen Größen: SAP Datasphere in Data Integration Hours (Rechenzeit für Datenintegration), HANA Cloud in Speicher-GB, SAP Analytics Cloud im genutzten Nutzer-Volumen, SAP Databricks in DBU (Databricks Units, die interne Compute-Einheit) und BDC Connect im Sharing-Volumen (freigegebene Datenmenge an Drittsysteme). Jede dieser Größen wird über einen SAP-definierten Faktor in CU umgerechnet und gegen das Kontingent verbucht.

Der Begriff existiert schon länger als die Business Data Cloud. Vor 2025 hatten mehrere SAP-BTP-Dienste ihre eigenen Capacity-Unit-Skalen: SAP Datasphere, SAP Analytics Cloud, HANA Cloud und die Integration Suite wurden je einzeln über produkt-spezifische Einheiten bepreist. Mit der Business Data Cloud konsolidiert SAP diese Einheiten zu einer plattformweiten CU-Bilanz mit einer gemeinsamen Umrechnungslogik. Kunden erwerben damit ein Volumen für die Plattform, nicht mehr einzelne Bausteine.

Die Umrechnungsfaktoren sind service-, region- und editionsspezifisch. SAP veröffentlicht Bandbreiten und einen Estimator im Discovery Center, mit dem sich Verbrauchsprofile in CU überschlagen lassen. Konkrete Faktoren stehen im BDC-Vertragswerk und ändern sich; maßgeblich ist die jeweils aktuelle SAP-Preisliste.

Abgrenzung: DBU, Snowflake Credits und Legacy-BTP-Einheiten

Capacity Units werden häufig mit anderen Cloud-Verrechnungseinheiten oder mit ihren Vorgänger-Größen bei SAP verwechselt. Die Unterschiede liegen in Umfang und Vertragsebene.

BegriffVerhältnis zu Capacity Units
DBU (Databricks Unit)Verrechnungseinheit für reinen Databricks-Compute pro Zeit, deckt nur den Software-Anteil ab; Cloud-Infrastruktur läuft im Classic-Modell separat. CU sind eine Full-Stack-Bündeleinheit auf SAP-Vertragsebene über mehrere Dienste hinweg
Snowflake Creditsmessen ausschließlich Warehouse-Compute; Storage, Cloud Services und Datentransfer werden getrennt fakturiert. CU decken deutlich mehr Positionen (Compute, Storage, Integration, Sharing) in einer Einheit ab
Legacy-BTP-Capacity-Unitsdienst-spezifische Vorgängereinheiten pro BTP-Service (SAP Datasphere CU, SAP Analytics Cloud, HANA Cloud) mit eigenen Skalen; unter der BDC in eine gemeinsame CU-Bilanz überführt
Data Integration Hours, Storage-GB, DBU im BDC-Kontexttechnische Verbrauchsmetriken der einzelnen Services, die per SAP-Umrechnungsfaktor in CU münden. Sie sind Messgrößen, nicht die Vertragseinheit selbst
BDC Subscription PackageVertragsform, in der ein CU-Jahres-Commitment erworben wird. Das Package ist der Rahmen, CU die enthaltene Menge

Beispiel: CU-Verbrauch in einer typischen BDC-Landschaft

Ein Kunde bucht ein CU-Jahres-Commitment für die Business Data Cloud. Innerhalb dieses Kontingents laufen mehrere Bausteine parallel. SAP Datasphere verbraucht CU über Data Integration Hours der Replication- und Transformation-Flows sowie über den In-Memory- und Object-Store-Anteil der Modelle. SAP Analytics Cloud verbraucht CU über die genutzte User-Kapazität und den Modell-Speicher. Eine eingebettete SAP-Databricks-Instanz zieht DBU-Verbrauch, der über einen BDC-Faktor in CU umgerechnet wird. [BDC Connect](/insights/glossar/bdc-connect/) verbraucht CU über die freigegebenen Datenprodukte und deren Sharing-Volumen an externe Systeme wie Databricks, Snowflake und Microsoft Fabric.

Auf der SAP-Rechnung erscheint dieser gebündelte Verbrauch als CU-Position, nicht als viele einzelne Zeilen pro Service. Die Aufschlüsselung nach Baustein und Umrechnungsfaktor ist über das BDC-Kostencockpit sichtbar. Übersteigt der Verbrauch das jährliche Kontingent, greifen die Overage-Konditionen aus dem BDC Subscription Package, während ein Unterverbrauch abhängig von der Vertragsform verfällt oder anteilig übertragen wird.

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