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TQG skaliert ESN und More Nutrition mit einem Databricks Lakehouse

TQG skaliert ESN und More Nutrition mit einem Databricks Lakehouse

Wie TQG Daten aus ERP, Shopify, WMS und Marketing auf Databricks vereint und eine Grundlage für Fulfillment, Kundenanalysen und datengetriebenes Wachstum schafft.

Lesedauer4 Min.
VeröffentlichtJuli 2026

Die wichtigsten Ergebnisse

  • 100.000+ Bestellungen pro Tag

    Auch an Peak-Tagen bleiben Reporting und operative Sichten konsistent — die Plattform ist auf Lastspitzen ausgelegt.

  • 4 Datenwelten vereint

    Mehrere ERPs, Shopify-Shops, zwei WMS und die Marketing-Kanäle laufen in einer Lakehouse-Architektur auf AWS zusammen.

  • Ein KPI-Bild für alle

    Tableau greift auf kuratierte Gold-Datenprodukte zu — Fachbereiche und Management arbeiten mit denselben Zahlen.

  • Bereit für Machine Learning

    Mosaic AI und MLflow schaffen die Grundlage für Training, Versionierung und Betrieb künftiger ML-Modelle.

Zusammenfassung

The Quality Group ist seit 2021 die Heimat der beiden deutschen Top-Supplement-Marken ESN und More Nutrition. Produkte werden im eigenen Haus entwickelt und produziert, verkauft wird direkt an die Kunden. Direct-to-Consumer und Social Commerce prägen das gesamte Geschäftsmodell.

Mit dem Wachstum auf über 1,1 Mrd. Euro Umsatz (2025) wurde die Datenlandschaft zum Engpass: mehrere ERPs, mehrere E-Commerce-Plattformen, zwei WMS für großformatige Lager, zahlreiche Marketing-Quellen. Refactoring in einzelnen Datenprodukten wurde teurer als der eigentliche Business-Nutzen. Die Antwort: eine zentrale Lakehouse-Plattform statt weiterer Werkzeugkette.

Übersicht

Kunde
The Quality Group Logo
The Quality Group

Verwendete Technologien & Systeme

Apache Spark
Apache Spark
AWS Cloud
AWS Cloud
T
Tableau
Databricks Unity Catalog
Databricks Unity Catalog
SQL Warehouse
SQL Warehouse
Databricks Delta Lake
Databricks Delta Lake
Mosaic AI
Mosaic AI
MLflow
MLflow
Die Transformation

Von der gewachsenen Systemlandschaft zur zentralen Datenplattform.

01Ausgangssituation

Wachstum überholt die Datenarchitektur.

TQG ist in kurzer Zeit zu einem der führenden Anbieter im Bereich Health, Wellness und Performance Nutrition gewachsen. Mit dem Umsatzsprung über die Milliarden-Euro-Marke wuchs auch die Datenlandschaft: mehrere ERP-Instanzen, mehrere E-Commerce-Plattformen, zwei Warehouse-Management-Systeme für großformatige Lagerstandorte und zahlreiche Marketing-Datenquellen.

Das zentrale Datenteam musste zwei sehr unterschiedliche Nutzergruppen versorgen. Analysten brauchten verlässliche Reports für Operations, Marketing und Geschäftsleitung. Data Scientists benötigten zugleich flexiblen Zugriff auf Rohdaten, um neue Modelle und Use Cases zu entwickeln. Beide Gruppen arbeiteten auf einer fragmentierten Datenbasis mit unterschiedlichen Integrationswegen und Datenständen.

Mit jeder neuen Quelle stieg der technische Aufwand. Datenprodukte mussten regelmäßig angepasst, Schnittstellen neu gebaut und zusätzliche Signale in bestehende Pipelines integriert werden. Streaming-Events aus E-Commerce und Fulfillment ließen sich nur mit erheblichem Zusatzaufwand einbinden. An Peak-Tagen mit mehr als 100.000 Bestellungen erhöhte diese Komplexität das Risiko verspäteter oder inkonsistenter Informationen.

Wenn jede neue Quelle eine eigene Integrationsstrecke braucht, wächst die Datenarchitektur langsamer als das operative Geschäft.
Wachstum überholt die Datenarchitektur.
02Herausforderung

Werkzeugkette erweitern oder Plattform konsolidieren?

Die bestehende Werkzeugkette konnte um weitere spezialisierte Komponenten ergänzt werden. Für TQG hätte das zusätzliche Schnittstellen, Betriebsmodelle und Zuständigkeiten geschaffen. Gesucht war deshalb eine gemeinsame Plattform, die Batch, Streaming, BI, Data Science und Governance in einer konsistenten Architektur verbindet.

Gemeinsam mit ruhrdot bewertete TQG die Anforderungen entlang der realen Workloads: Daten aus mehreren ERP-Systemen, mehreren Shopify-Shops, den Warehouse-Management-Systemen und den Marketing-Kanälen wie Meta Ads, Google Ads, TikTok Ads und Klaviyo integrieren, zeitkritische Events als Stream verarbeiten, Analysten und Data Scientists auf derselben Datenbasis versorgen und Deployment sowie Infrastruktur standardisieren.

Databricks überzeugte als zentrale Processing- und Analytics-Plattform auf AWS. Amazon Kinesis liefert zeitkritische Event-Streams, Amazon S3 bildet das Storage-Fundament und Databricks übernimmt Ingestion, Transformation, Streaming, Serving und Machine Learning. Tableau bleibt die etablierte BI-Schicht für Fachbereiche und Management.

Damit entsteht ein Plattformmodell, in dem Reporting, operative Analysen und Data Science auf gemeinsamen Datenprodukten aufbauen. Neue Datenquellen und Use Cases folgen einem bestehenden Architektur- und Betriebsrahmen.

Die Plattformentscheidung bündelt Datenengineering, Streaming, BI und Machine Learning in einem gemeinsamen Betriebsmodell.
Werkzeugkette erweitern oder Plattform konsolidieren?
03Strategie

Zentrales Datenteam, klare Datenprodukte, Streaming von Anfang an.

Vor der technischen Umsetzung entstand gemeinsam mit ruhrdot eine Zielarchitektur mit drei Leitprinzipien: ein zentrales Datenteam mit klaren Verantwortlichkeiten, definierte Datenprodukte für unterschiedliche Konsumenten und eine Architektur, die Batch- und Streaming-Verarbeitung gemeinsam trägt.

Databricks bildet mit Delta Lake und Apache Spark die Processing-Schicht über den Storage-Layern auf Amazon S3. Mosaic AI und MLflow schaffen die Grundlage für Training, Versionierung und Betrieb späterer Machine-Learning-Modelle.

Enablement lief parallel zur Implementierung. Das zentrale Datenteam arbeitete an Architektur, Pipelines und Deployment-Prozessen mit und übernahm schrittweise die Verantwortung für neue Quellen, Datenprodukte und Analytics-Workloads.

Leitprinzip: eine Plattform, klar definierte Datenprodukte und ein Team, das den Ausbau selbst steuert.
The Quality Group: Strategie
04Lösung

Databricks Lakehouse auf AWS für Batch, Streaming und Analytics.

Gemeinsam mit ruhrdot entstand eine zentrale Datenplattform auf AWS, die Marketing-, E-Commerce-, ERP- und WMS-Daten in einer Lakehouse-Architektur zusammenführt. Batch-Pipelines verarbeiten ERP-, Stamm- und Referenzdaten. Amazon Kinesis liefert zeitkritische Events aus E-Commerce und Fulfillment als kontinuierliche Datenströme.

Eine Medallion-Architektur auf Databricks schafft einen klaren Weg vom Quellsystem bis zum fertigen Datenprodukt. Lakeflow Jobs orchestrieren Ingestion, Transformation, Streaming und Serving. Delta Lake sorgt für konsistente Tabellen, versionierte Datenstände und reproduzierbare Verarbeitung. Tableau greift auf die kuratierten Datenprodukte zu, während Data Scientists auf denselben Datenständen für Features, Experimente und Modelle aufbauen.

Damit entsteht eine gemeinsame Datenbasis für operative und analytische Anwendungen. Order-, Produkt-, Bestands-, Marketing- und Fulfillment-Daten werden übergreifend nutzbar und nach einheitlichen Regeln verarbeitet.

Der operative Nutzen zeigt sich direkt im Tagesgeschäft:

So wird aus einer gewachsenen Werkzeugkette eine skalierbare Datenplattform, die operative Entscheidungen, Business Intelligence und Machine Learning auf einer gemeinsamen Grundlage verbindet.

Mit der Unterstützung unseres Implementierungspartners ruhrdot verfügen wir heute über ein einheitliches Data Warehouse auf Basis von Databricks. Es zentralisiert unsere Daten und setzt Echtzeit-Insights über unser gesamtes Geschäft frei. Diese Transformation war die Grundlage für eine ganzheitliche Sicht auf alle zentralen Geschäfts-KPIs und für die Optimierung unserer Logistik- und Betriebsabläufe. Das Ergebnis: mehr Transparenz, eine deutlich verbesserte Order-Fulfillment-Performance und die Agilität, uns nahtlos an Nachfragespitzen anzupassen. – Dr. Peter Massuthe, Head of Datawarehouse TQG
Databricks Lakehouse auf AWS für Batch, Streaming und Analytics.
1 PlattformDatabricks auf AWS
100.000+Bestellungen pro Tag, peak-fest
4 DatenweltenERP, Shops, WMS & Marketing vereint
1,1 Mrd. €Umsatz auf einer Datenbasis

Zielarchitektur

Direct-to-Consumer-Daten im Lakehouse.

Marketing-, E-Commerce-, ERP- und WMS-Daten laufen über Batch-Loads und Amazon Kinesis in eine Medallion-Architektur auf Databricks. Tableau und ML-Workloads konsumieren die aufbereiteten Datenprodukte. Quellsysteme Databricks Data Intelligence Platform (Managed · AWS · Delta Lake) Workloads Deployment & Betrieb: Pipelines · CI/CD · Enablement Lakeflow Jobs · Runbooks.

Bausteine

  • ERP: mehrere Instanzen, Stammdaten und Finance
  • E-Commerce: mehrere Shopify-Shops für ESN und More Nutrition
  • Warehouse Management: zwei WMS für großformatige Lagerstandorte
  • Marketing: Meta Ads · Google Ads · TikTok Ads · Klaviyo und Attribution
  • Weitere Quellen: APIs und Flatfiles
  • Ingestion: Lakeflow Jobs (Batch) · Amazon Kinesis für Streaming
  • Storage auf S3: Medallion-Architektur · Delta Lake
  • Processing: Lakeflow Jobs · Delta Lake · Apache Spark · Mosaic AI · MLflow
Platform Outcomes

Was die Plattform strukturell liefert.

Zentrale Datenbasis über Marken und Systeme hinweg

ERP-, E-Commerce-, WMS- und Marketing-Daten laufen in einer gemeinsamen Lakehouse-Architektur zusammen. ESN, More Nutrition, Operations und Management arbeiten damit auf konsistenten Datenständen und einheitlichen Kennzahlendefinitionen.

Batch und Streaming in einem Datenmodell

Amazon Kinesis liefert zeitkritische Order- und Fulfillment-Events, Lakeflow Jobs verarbeiten die Stamm- und Bewegungsdaten aus ERP, Shops und WMS im Batch. Beide Verarbeitungswege münden in dieselben Storage-Layer und Datenprodukte auf Amazon S3.

Gemeinsame Plattform für BI und Data Science

Analysten nutzen kuratierte Datenprodukte für Tableau. Data Scientists greifen kontrolliert auf die zugrunde liegenden Roh- und aufbereiteten Datenbestände zu. Zugriffe, Verarbeitung und Datenhaltung bleiben in einer Plattform gebündelt.

Skalierbare Verarbeitung für Peak-Phasen

Die Architektur ist auf Bestellspitzen von mehr als 100.000 Orders pro Tag ausgelegt. Compute und Streaming-Verarbeitung skalieren mit der operativen Last, während aktuelle Order-, Bestands- und Fulfillment-Signale für Operations verfügbar bleiben.

Fundament für weitere Analytics- und ML-Use-Cases

Delta Lake, Apache Spark sowie Mosaic AI und MLflow schaffen eine gemeinsame Grundlage für Reporting, operative Optimierung und Machine Learning. Neue Modelle und Datenprodukte können auf den bestehenden kuratierten Datenprodukten aufbauen.

Vorher / Nachher

Was sich konkret verändert hat

Vorher

Nachher

Datenintegration

Punkt-zu-Punkt-Integrationen verbanden ERP-, E-Commerce-, WMS- und Marketing-Systeme über unterschiedliche technische Wege.
Batch- und Streaming-Daten folgen einem einheitlichen Ingestion-Muster und laufen in denselben Storage-Layern auf Amazon S3 zusammen.

Order-Routing

Die Auftragsverteilung basierte stärker auf statischen Regeln und getrennten Bestands- und Kapazitätssichten.
Aktuelle Bestände, Warehouse-Auslastung und Fulfillment-Kapazitäten fließen in ein datengetriebenes Routing über mehrere Standorte ein.

Warehouse-Steuerung

Zwei WMS lieferten getrennte Sichten auf Bestände, Auslastung und Produktallokation.
Konsolidierte Datenprodukte schaffen eine gemeinsame Sicht auf Kapazitäten, Durchsatz und operative Engpässe.

Reporting

Order-Excellence-Kennzahlen mussten aus mehreren Systemen zusammengeführt und abgestimmt werden.
Tableau greift auf kuratierte Datenprodukte zu und stellt Fulfillment-Kennzahlen zentral bereit.

Zusammenarbeit im Datenteam

Analysten und Data Scientists arbeiteten mit unterschiedlichen Datenständen und Integrationswegen.
Beide Rollen nutzen dieselbe Plattform, klar getrennte Daten-Layer und ein gemeinsames Zugriffsmodell.

Nächste Schritte

Das Lakehouse wird zur Plattform für weitere operative und analytische Use Cases.

Auf der bestehenden Architektur folgen die nächsten Ausbaustufen für Streaming, Machine Learning und AI. Neue Use Cases bauen auf denselben Datenprodukten, Governance-Strukturen und Betriebsprozessen auf.

1

Streaming-Analytik erweitern

Weitere zeitkritische Signale aus E-Commerce, Fulfillment und Marketing werden über Amazon Kinesis integriert und für operative sowie kommerzielle Steuerung nahezu in Echtzeit bereitgestellt.

2

Machine Learning für Operations und Marketing ausbauen

Demand Forecasting, Retourenprognosen und Marketing-Attribution entstehen auf den bestehenden kuratierten Datenprodukten. Mosaic AI und MLflow unterstützen Training, Versionierung und Betrieb der Modelle.

3

AI-Use-Cases auf der bestehenden Plattform entwickeln

Weitere AI-Anwendungen für Operations, Marketing und Customer Experience nutzen dieselbe Lakehouse-Architektur. Datenzugriffe, Governance und Deployment bleiben damit in einem gemeinsamen Plattformmodell gebündelt.

Steht eure E-Commerce-Datenlandschaft dem nächsten Wachstumsschritt im Weg?

Wenn Shops, ERP, Fulfillment und Marketing über getrennte Datenstrecken laufen, werden Peaks, neue Warehouses und zusätzliche Marken schnell zur Plattformfrage. Eine zentrale Lakehouse-Architektur schafft die Grundlage für aktuelle Bestands- und Fulfillment-Sichten, konsistentes Reporting und spätere ML-Use-Cases. Wir klären mit euch, welche Datenstrecken zuerst zusammengeführt werden sollten, welche Streaming-Signale operativ relevant sind und wie ein erster produktiver Workload auf Databricks aufgebaut werden kann.

Alexander Rabe
Alexander Rabe
Co-Founder · Head of Data & AI

FAQ

Häufig gestellte Fragen