In der ersten Ausbaustufe entstand das Data Lakehouse. ERP-Daten fließen in den Bronze-Layer, Silver bereinigt und harmonisiert, Gold liefert Reporting-Marts für Aufträge, Mitarbeiterleistung, Abrechnung und Bestände. Die Modellierung folgt einem klassischen Sternschema mit dimensionaler Struktur, damit Reports und Ad-hoc-Auswertungen auf denselben Kennzahlen aufsetzen.
Darauf laufen automatisiertes Kundenreporting, Aged-Order-Analysen, Bestandssteuerung und verbrauchsbasierte Abrechnung. Lakeflow Jobs orchestrieren die Produktionspipelines mit Monitoring, Alerting und Budget-Kontrollen.
Die zweite Ausbaustufe schloss die Live-Lücke. WMS, OMS und Anlagentechnik wurden über Confluent Cloud an Structured Streaming angebunden. Ereignisse aus Aufträgen, Sendungen und Anlagen stehen dadurch in Near-Real-Time für Dashboards, APIs und operative Steuerung bereit.
Ein einheitliches Datenmodell und ein KPI-Katalog stellen sicher, dass Kennzahlen wie offene Aufträge, versendete Aufträge, Rechnungsbeträge und Durchsatz überall dieselbe Definition haben. Kunden-, Betriebs- und Finanzsicht arbeiten auf denselben Zahlen, was Reporting-Diskussionen von der Datenherkunft entkoppelt.
Nach außen bildet die Datenbasis aus Lakehouse und Streams das Fundament für eingebettete BI-Anwendungen: mandantenfähige Oberflächen und APIs für Order-Status, Sendungsfortschritt und Abrechnungsstände, die der Fulfillment-Dienstleister seinen eigenen Kunden als Produkt bereitstellt. Nach innen liefern dieselben Streams Live-Sichten für Kommissionierung, Packbereich, Anlagenbetrieb und Performance-Steuerung.
Aus Batch-Reports, Ereignisströmen und Kundenauszügen wird ein gemeinsames Datenmodell für Reporting, Live-Betrieb und externe Transparenz.