Die IT-Landschaft war gewachsen, stabil und funktional. ERP, Vertriebssysteme, Logistiksteuerung und Finance liefen zuverlässig, teils On-Premise, teils in der Cloud. Was fehlte, war die verbindende Ebene: eine zentrale Datenplattform, auf der Fachbereiche mit denselben Datenständen, Definitionen und Zugriffsregeln arbeiten.
Ohne diese gemeinsame Basis entstanden Kennzahlen dezentral. Controlling, Vertrieb und Logistik zogen eigene Extrakte, wendeten eigene Transformationen an und bereiteten Reports für ihre jeweiligen Anforderungen auf. Die Ergebnisse waren fachlich nachvollziehbar, aber nicht immer deckungsgleich. Umsatz, Absatz, Bestandsreichweite oder Lieferperformance konnten je nach Quelle, Filter und Berechnungslogik unterschiedlich ausfallen.
Für das Management wurde damit nicht der Report selbst zum Problem, sondern die Abstimmung davor. Bevor Zahlen als Entscheidungsgrundlage dienten, musste geklärt werden, aus welchem System sie stammen, welche Logik angewendet wurde und welche Version gerade maßgeblich ist. Das kostete Zeit und schwächte das Vertrauen in Daten als gemeinsame Steuerungsgrundlage.
Der nächste Schritt war deshalb kein weiteres Reporting-Projekt, sondern ein gemeinsames Datenfundament: dezentrale Analysen sollten möglich bleiben, aber KPI-Definitionen, Governance und Datenqualität zentral abgesichert werden.
Wenn dieselbe Kennzahl je Fachbereich anders entsteht, wird Reporting zur Abstimmungsschleife statt zur Entscheidungsgrundlage.