Eine gezielte Punktlösung hätte den ersten Reporting-Bedarf schnell abdecken können: ein Data Warehouse, ein BI-Tool und wenige Schnittstellen. Für das Unternehmen ging es jedoch um eine größere Aufgabe. Die gewachsene Excel- und Reporting-Landschaft sollte durch eine zentrale, automatisierte Datenbasis ersetzt werden, die weitere Quellen und Fachbereiche aufnehmen kann.
SAP S/4HANA liefert strukturierte Geschäftsdaten, SharePoint enthält fachlich gepflegte Excel-Dateien mit wechselnden Layouts und die interne Anwendung bildet zusätzliche Prozesse in PostgreSQL ab. Zwischen diesen Systemen entstanden manuelle Exporte, Dateiübergaben, Mapping-Tabellen und wiederkehrende Abstimmungen. Versionen mussten geprüft, Dubletten bereinigt und Kennzahlen über mehrere Arbeitsstände hinweg abgeglichen werden.
Damit fehlte eine verlässliche Single Source of Truth. Fachbereiche arbeiteten mit unterschiedlichen Dateiständen, lokalen Berechnungslogiken und individuell gepflegten Excel-Modellen. Fachwissen war dadurch eng an einzelne Dateien und Personen gebunden. Jede Anpassung an einer Quelle oder Kennzahl erzeugte zusätzlichen Abstimmungs-, Test- und Pflegeaufwand.
Gemeinsam mit ruhrdot bewertete das Unternehmen die Plattformoptionen entlang klarer Anforderungen: heterogene Quellen zentral integrieren, Excel-basierte Konsolidierungsstrecken automatisieren, fachliche Definitionen vereinheitlichen und Datenqualität sowie Governance dauerhaft verankern. Die neue Architektur sollte aus manuellen Reporting-Prozessen wiederverwendbare Datenprodukte machen.
Databricks überzeugte als gemeinsamer Plattformansatz für Ingestion, Storage, Transformation, Datenqualität und Governance. Daten aus SAP S/4HANA, SharePoint und PostgreSQL werden automatisiert verarbeitet und in kuratierten Gold-Datensätzen zusammengeführt. Tableau greift auf diese zentralen Datenprodukte zu. So entsteht eine Single Source of Truth für Reporting und Analyse, während Excel weiterhin als Konsumwerkzeug genutzt werden kann, wo es fachlich sinnvoll ist.
Aus verteilten Excel-Strecken, lokalen Berechnungslogiken und manueller Reconciliation entsteht eine zentrale, governante Datenbasis für Reporting und Analytics.