Zum Inhalt springen
Databricks Lakehouse: 40 % weniger Vorbereitungsaufwand durch konsolidierte Sendungsdaten

Databricks Lakehouse: 40 % weniger Vorbereitungsaufwand durch konsolidierte Sendungsdaten

Wie ein Logistikkonzern verteilte Quellsysteme in Databricks konsolidiert, Unity Catalog einführt und den manuellen Vorbereitungsaufwand um bis zu 40 % reduziert.

Lesedauer6 Min.
VeröffentlichtJuli 2026

Die wichtigsten Ergebnisse

  • Bis zu 40 % weniger Vorbereitungsaufwand

    Einheitliche Datenablage, wiederverwendbare Pipelines und zentrale Zugriffsschichten reduzieren die manuelle Vorbereitung in den betrachteten Analyseprozessen.

  • 8+ Quellsysteme konsolidiert

    Azure Storage, Salesforce, SAP R/3 und S/4HANA, Teradata, Snowflake, REST-APIs und Excel-Bestände laufen in einem governten Datenraum zusammen.

  • Golden Record auf Sendungsebene

    Eine konsolidierte Sicht pro Sendung ersetzt verteilte Einzelauswertungen — Hunderte Power-BI-Nutzer arbeiten auf derselben Basis.

  • Schnellere Anbindung neuer Quellen

    Nach der Stabilisierung der Basis konnten weitere Systeme deutlich schneller angeschlossen werden.

Zusammenfassung

Der Kunde ist ein global tätiger Logistikkonzern mit Operationen auf allen Kontinenten. Sendungsdaten entstehen an jedem Standort, in jedem operativen System, an jedem Berührungspunkt zur Kundschaft. Sie landen historisch dort, wo das jeweilige Team sie am schnellsten weiterverarbeiten konnte. Das hat für den operativen Alltag lange funktioniert. Für die kommerzielle Analytik, die genau diese Datenpunkte übergreifend braucht, ist es ein Problem.

Der Auftrag: die verstreuten Bestände unter ein Governance-Dach bringen, ohne die produktiven Reporting-Strecken zu unterbrechen. Ein Big-Bang oder eine parallele Zweitplattform kamen dafür nicht infrage. Stattdessen vier Workstreams, die sauber ineinandergreifen und den Übergang schrittweise vollziehen.

Übersicht

Kunde
Logistikkonzern
Anonymisierte Referenz
Branche
Logistik

Verwendete Technologien & Systeme

Terraform
Terraform
SAP S/4HANA
SAP S/4HANA
Apache Spark
Apache Spark
Azure Cloud
Azure Cloud
Power BI
Power BI
Databricks Unity Catalog
Databricks Unity Catalog
SQL Warehouse
SQL Warehouse
Databricks Delta Lake
Databricks Delta Lake
Die Transformation

Vom Storage-Pfad zum governten Datenprodukt.

01Ausgangssituation

Wenn jede Auswertung ihre eigene Wahrheit baut.

In der Ausgangslage griff jede Auswertung direkt auf die einzelnen Quellsysteme zu. Analysten zogen sich die Daten selbst aus Storage-Pfaden, Salesforce, Snowflake, SAP, Teradata und den übrigen Systemen zusammen, weil das der schnellste Weg war und die Prozesse historisch so gewachsen waren. Weil dabei jeder seine eigene Sicht auf die Daten baute, führten zwei Auswertungen zur selben Frage schnell zu unterschiedlichen Ergebnissen. Dieselbe Aufbereitung entstand mehrfach in leicht abgewandelten Workflows, und ein großer Teil der Arbeit war manuelles Zusammensuchen, Verbinden und Prüfen, bevor überhaupt eine Analyse begann.

Damit fiel eine ganze Klasse von Governance-Funktionen weg: feingranulare Zugriffskontrolle, Lineage, Katalog-Discovery, zentrales Auditing, Tagging, Data Sharing, Data-Quality-Monitoring. Wer welchen Datensatz warum ansah, war im Zweifel nicht rekonstruierbar. Ein Konzern in dieser Größenordnung kann sich das dauerhaft nicht leisten, weder regulatorisch noch operativ.

Zusätzlich lagen die eigentlichen Quellen verteilt: strukturierte Sendungsdaten in Azure Blob und ADLS, Kunden- und Vertriebsdaten in Salesforce, große historische Bestände in Snowflake, betriebswirtschaftliche Daten in SAP R/3 und S/4HANA, Data-Warehouse-Bestände in Teradata, weitere operative Systeme über REST-APIs sowie Fachbereichslisten als Excel-Dateien auf SMB-Shares und SharePoint.

Die Daten kamen teils strukturiert als Tabellen und Exporte, teils semistrukturiert als JSON, verschachtelte API-Antworten oder Excel-Dateien an. Genau diese Mischung sprach früh für Delta als gemeinsames Speicherformat. Vorher bedeutete jede neue Fragestellung manuelle Vorarbeit: Wo liegt die richtige Quelle? In welchem Format kommt sie? Wer hat Zugriff? Welche Logik wurde bereits in welchem System umgesetzt?

Für Analysten war das ein echter Produktivitätsverlust. Bevor eine Analyse starten konnte, mussten Quellen gesucht, Formate verstanden, Exporte geprüft und Daten manuell zusammengeführt werden. Durch einheitliche Datenablage, wiederverwendbare Pipelines und zentrale Zugriffsschichten konnte der manuelle Vorbereitungsaufwand in den betrachteten Analyseprozessen um bis zu 40 % reduziert werden. Aus verteilter Datenbeschaffung über mehrere Systeme wurde ein standardisierter Zugriff auf kuratierte Delta-Tabellen.

Logistikkonzern: Kapitel 01
02Herausforderung

Vier Baustellen gleichzeitig, ohne Reporting-Ausfall.

Die technische Ausgangslage ließ sich in vier Problemzonen zerlegen: fehlende Governance auf existierenden Datenbeständen, verteilte Quellsysteme ohne einheitlichen Integrationsweg, ein Datenmodell, das aus einzelnen Tabellen bestand und keine verbundenen Datenprodukte ergab, und schließlich Konsumenten außerhalb von Databricks, die trotz vorhandener Reporting-Daten außen vor blieben.

Jede dieser Baustellen ließe sich einzeln lösen. Zusammen ergeben sie das Muster, das große Konzerne kennen: An jeder Stelle funktioniert etwas, aber niemand kann zuverlässig sagen, welche Zahl aus welcher Quelle gerade die aktuelle ist. Und weil produktive Reports gleichzeitig weiterlaufen mussten, konnte die Umstellung nicht in einem Rutsch passieren. Der Weg musste rückwärtskompatibel sein: Alte Zugriffe blieben so lange möglich, bis der neue Weg produktiv war und geprüft wurde.

Der gemeinsame Zuschnitt mit ruhrdot: vier abgegrenzte Workstreams, die dasselbe Zielbild ansteuern. Unity Catalog als einzige Zugriffsschicht, Delta Lake als Speicherformat, das Lakehouse als Distributionsknoten.

Vier Workstreams, ein Zielbild: Governance über den Katalog, Speicherung in Delta, Verteilung aus dem Lakehouse.
Logistikkonzern: Kapitel 02
03Strategie

Governance zuerst, dann Konsolidierung, dann Modell, dann Verteilung.

Die Reihenfolge war kein Zufall. Ohne Unity Catalog als Zugriffsschicht wäre jede nachgelagerte Konsolidierung erneut über Storage-Pfade gelaufen und hätte das Problem reproduziert. Also stand die Governance-Anbindung am Anfang: existierende Bestände als Managed Tables in Unity Catalog registrieren, Zugriffe über den Katalog regeln, Lineage und Auditing aktivieren.

Nach der Stabilisierung der Basis konnten weitere Quellen deutlich schneller angebunden werden: Salesforce, SAP R/3 und S/4HANA, Teradata, Snowflake, operative REST-APIs sowie Excel-Dateien aus SMB-Shares und SharePoint.

Statt jede Quelle einzeln für neue Analysen vorzubereiten, wurden die Daten über standardisierte Ingestion-Pfade in kuratierte Delta-Tabellen überführt und zentral über Unity Catalog verwaltet. Damit entstand ein einheitlicher Zugriff auf sehr unterschiedliche Datenbestände: Tabellen, API-Daten, historische Warehouse-Bestände und Fachbereichsdateien.

Das Datenmodell setzte darauf auf und folgt der Medallion-Architektur: Bronze für die Rohdaten je Quelle, Silver für bereinigte und konformierte Stände, Gold für das konsumierbare Modell. Im Gold-Layer entsteht ein Star-Schema auf Sendungsebene, dessen Dimensionen aus den verschiedenen Quellsystemen gespeist werden: Kunden- und Vertriebsdaten aus Salesforce, Organisations- und Stammdaten aus SAP, historische Bezüge aus Teradata und Snowflake, operative Merkmale über die REST-APIs. Der Golden Record auf Sendungsebene bildet die kuratierte Faktengrundlage dieses Schemas. Er bündelt die kuratierte Version der am häufigsten genutzten geschäftskritischen Attribute in einer Delta-Tabelle, mit standardisierter Join-Logik, Deduplizierungsregeln und Business-Transformationen. Einmal umgesetzt, mehrfach nutzbar.

Logistikkonzern: Kapitel 03
04Lösung

Vier Workstreams, ein Datenraum, viele Abnehmer.

Am Ende entstand ein deutlich einfacheres Zielbild: Viele Quellen, viele Konsumwege, aber eine zentrale, kuratierte Datenbasis.

Der Zugriff auf bestehende Bestände läuft heute über Unity Catalog. Alte Storage-Pfade sind aus den regulären Lesewegen verschwunden. Salesforce-, SAP-, Teradata-, Snowflake-, API- und Excel-Daten liegen als kuratierte Delta-Tabellen im Lakehouse und folgen derselben Governance, Zugriffsschicht und Datenlogik.

Im Zentrum steht ein Golden Record auf Sendungsebene. Er bündelt die geschäftskritischen Attribute in einer kuratierten Delta-Tabelle: welche Daten zu einer Sendung gehören, welche Version aktuell ist und wie Duplikate behandelt werden. Diese Logik steckt nicht mehr verteilt in einzelnen Reports, Exporten oder Notebook-Zellen, sondern ist zentral im Katalog verankert.

Von dort aus werden die Daten über verschiedene Kanäle genutzt: in Power BI, in Excel-basierten Prozessen über SMB und SharePoint, in Teradata sowie über direkte Aktualisierungen in Salesforce. Fachbereiche, die nicht direkt in Databricks arbeiten, erhalten die kuratierten Daten in ihren gewohnten Tools, ohne eine eigene parallele Datenlogik aufzubauen.

Das Ergebnis: eine kuratierte Sendungssicht entsteht einmal im Lakehouse und wird kontrolliert über viele Kanäle weiterverwendet.

Logistikkonzern: Kapitel 04
bis zu −40 %manueller Vorbereitungsaufwand
8+ Quellsystemein einem governten Datenraum
HundertePower-BI-Nutzer auf einer Basis

Zielarchitektur

Sendungsdaten im governten Lakehouse.

Die verteilten Quellsysteme laufen über eigene Ingestion-Pfade in eine zentrale Lakehouse-Architektur auf Databricks. Alles läuft über Unity Catalog, alles endet in Delta-Tabellen, über die Medallion-Layer entsteht ein Star-Schema auf Sendungsebene, die Distribution nach außen kommt aus demselben Datenraum. Quellsysteme Databricks Data Intelligence Platform (Managed · Azure · Unity Catalog) Workloads Deployment & Betrieb: Infrastructure as Code · Orchestrierung · Governance Terraform provisioniert die Databricks- und Azure-Ressourcen als Infrastructure as Code, Lakeflow Jobs orchestrieren Pipelines und Deployment, PySpark-Jobs und API-Anbindungen tragen die Verarbeitung.

Bausteine

  • Azure Blob & ADLS: strukturierte Sendungsdaten
  • Salesforce: Kunden- und Vertriebsobjekte (über APIs)
  • Snowflake: historische und analytische Datenbestände
  • SAP R/3 und S/4HANA: betriebswirtschaftliche Daten
  • Teradata: historische Data-Warehouse-Bestände
  • REST-APIs: weitere operative Systeme
  • Excel auf SMB-Shares und SharePoint: Fachbereichslisten und Referenzdaten
  • Governance: Unity Catalog · Managed Tables · Fine-grained Access · Lineage · Audit · Tagging · Data Quality
Platform Outcomes

Platform Outcomes

Konsolidierte Sicht statt isolierter Quellsysteme

Daten aus Salesforce, SAP R/3 und S/4HANA, Teradata, Snowflake, REST-APIs, Azure Storage sowie Excel-Dateien aus SMB-Shares und SharePoint werden in kuratierten Delta-Tabellen zusammengeführt.

Golden Record als verlässliche Faktengrundlage

Die zentrale Sendungstabelle bündelt geschäftskritische Attribute, standardisierte Joins, Deduplizierungsregeln und Business-Transformationen. Neue Reports und Use Cases setzen auf dieser Grundlage auf, statt eigene Verknüpfungslogik aufzubauen.

Bis zu 40 % weniger manueller Vorbereitungsaufwand

In den betrachteten Analyseprozessen reduziert die gemeinsame Datenbasis den Aufwand für Quellensuche, Datenabgleich, manuelle Exporte und wiederkehrende Bereinigungsschritte um bis zu 40 %.

Governance über den gesamten Datenraum

Unity Catalog stellt Berechtigungen, Lineage, Auditing, Tagging und Data-Quality-Monitoring zentral bereit. Dadurch bleibt nachvollziehbar, welche Daten genutzt werden, woher sie stammen und wer darauf zugreift.

Distribution in bestehende Fachbereichsprozesse

Kuratierte Daten werden über Power BI, Excel auf SMB und SharePoint, Teradata und Salesforce bereitgestellt. Die Fachbereiche arbeiten in ihren gewohnten Tools, während die zentrale Datenlogik im Lakehouse bleibt.

Handover und Betrieb durch das interne Team

Runbooks, dokumentierte Pipelines und eine klare Katalogstruktur ermöglichen dem internen Team, die Plattform selbstständig zu betreiben. ruhrdot bleibt als Sparring-Partner verfügbar, die Plattform gehört dem Kunden.

Vorher / Nachher

Was sich konkret verändert hat

Vorher

Nachher

Datenquellen

Verteilte Quellen in Salesforce, SAP, Teradata, Snowflake, REST-APIs, Azure Storage sowie Excel-Dateien auf SMB und SharePoint
Zentrale, kuratierte Sendungssicht als Single Source of Truth im Lakehouse

Vorbereitungsaufwand

Manuelle Quellensuche, Exporte, Datenabgleich und wiederkehrende Vorbereitung pro Analyse
Bis zu 40 % weniger manueller Vorbereitungsaufwand in den betrachteten Analyseprozessen

Datenmodell

Join-Logik, Deduplizierung und Business-Regeln verteilt über Reports, Exporte und Notebook-Code
Golden Record auf Sendungsebene mit zentraler Logik in einer kuratierten Delta-Tabelle

Konsistenz

Unterschiedliche Ergebnisse je nach Report, Datenquelle oder Fachbereich
Einheitliche Faktengrundlage für Reporting, BI, Vertrieb und operative Auswertungen

Zugriff

Fachbereiche ohne Databricks-Zugang arbeiteten mit Exporten oder Schattenlogik
Nutzung der kuratierten Daten in Power BI, Excel, Teradata und Salesforce

Governance

Governance über mehrere Systeme verteilt
Unity Catalog als zentrale Schicht für Zugriff, Lineage und Auditing

Nächste Schritte

Der konsolidierte Datenraum wird zur Grundlage für Analytics, KI und Agentic AI

Der Lakehouse-Kern ist produktiv nutzbar. Darauf bauen die nächsten Ausbaustufen auf: weitere operative Quellen, systematische Datenqualität und KI-gestützte Anwendungen. Besonders für Agentic AI ist diese Basis entscheidend, weil autonome Workflows nicht auf rohen, verstreuten Daten arbeiten können. Sie brauchen kuratierte, nachvollziehbare und qualitativ gesicherte Datenprodukte.

1

Weitere operative Quellen anbinden

Zusätzliche Fachsysteme werden über das bestehende Ingestion-Muster angebunden und in Unity Catalog registriert. Neue Quellen bekommen denselben Governance-Rahmen wie die bestehenden Datenprodukte. Der Aufwand pro Anbindung sinkt, weil Architektur, Pipelines und Betriebsmodell bereits stehen.

2

Datenqualität systematisch ausbauen

Data-Quality-Monitoring wird auf weitere zentrale Delta-Tabellen erweitert. Auffälligkeiten sollen früher sichtbar werden, bevor sie in Reports, Exporte oder nachgelagerte Systeme gelangen. Qualitätssicherung wird damit Teil des Plattformbetriebs und nicht erst ein manueller Kontrollschritt am Ende.

3

Analytics, KI und Agentic AI auf derselben Basis entwickeln

Der Golden Record auf Sendungsebene schafft die Grundlage für weitergehende Analytik, KI-gestützte Use Cases und perspektivisch agentische Workflows. Neue Vorhaben starten auf derselben kuratierten Datenbasis, ohne neue Schattenarchitektur und ohne erneute Quellensuche.

Läuft eure Governance über Storage-Pfade am Katalog vorbei?

Verteilte Datenquellen werden erst dann zum echten Plattformvorteil, wenn daraus eine konsolidierte, governte und wiederverwendbare Sicht entsteht. Wir prüfen mit euch, welche Datenbestände in Unity Catalog gehören, wie ein Golden Record für eure zentrale Geschäftseinheit aussehen kann und über welche Wege kuratierte Daten in Power BI, Excel, Salesforce oder bestehende DWH-Systeme verteilt werden.

Alexander Rabe
Alexander Rabe
Co-Founder · Head of Data & AI

FAQ

Häufig gestellte Fragen