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Databricks vs. Snowflake: Analytics-Workload von 3 Tagen auf 2,5 Stunden

Databricks vs. Snowflake: Analytics-Workload von 3 Tagen auf 2,5 Stunden

ClickHouse wurde zum Engpass. Wie Databricks den kritischen Analytics-Workload von 3 Tagen auf 2,5 Stunden senkte.

Lesedauer4 Min.
VeröffentlichtJuli 2026

Die wichtigsten Ergebnisse

  • Von 3 Tagen auf 2,5 Stunden

    Der kritische Analytics-Workload läuft 28,8-fach schneller — 96,5 % kürzere Laufzeit gegenüber der Ausgangslage.

  • Entscheidung in 3 Wochen

    Der PoC lieferte eine belastbare Zahlenbasis für Databricks vs. Snowflake — statt Vendor-Slides.

  • Iceberg ohne Zwischenkopien

    Bestehende Iceberg-Tabellen auf S3 werden direkt gelesen — kein Umkopieren, kein Lock-in.

  • 69,5 Stunden pro Lauf gespart

    Neue Produktmetriken lösen keine tagelangen Backfills mehr aus.

Zusammenfassung

Der Kunde ist ein europäischer Deep-Tech-SaaS-Anbieter mit KI-Kernprodukt und globaler Nutzerbasis. Produktnah, datenintensiv, hoch skalierend. Analytics liefert dort das laufende Signal für Produkt, Modellqualität und Betrieb.

Genau das war der Ausgangspunkt: Die vorhandene On-Prem-Analytics-Plattform hielt mit dem Datenvolumen nicht mehr Schritt, und die Datenmodellierung sollte konsequent modernisiert werden.

Übersicht

Kunde
Deep-Tech-SaaS-Anbieter
Anonymisierte Referenz
Branche
B2B-SaaS

Verwendete Technologien & Systeme

Apache Kafka
Apache Kafka
FastAPI & Python
FastAPI & Python
Apache Spark
Apache Spark
AWS Cloud
AWS Cloud
Databricks Unity Catalog
Databricks Unity Catalog
SQL Warehouse
SQL Warehouse
Databricks Delta Lake
Databricks Delta Lake
Die Transformation

Vom On-Prem-Kolumnenstore zum Lakehouse-PoC.

01Ausgangssituation

Wenn die zentrale Tabelle das Wachstum ausbremst.

Die bestehende Analytics-Plattform funktionierte technisch. Genau das machte die Lage riskant. Eine zentrale, stark gewachsene Metrik-Tabelle auf einer On-Prem-Umgebung rund um ClickHouse trug die zentrale Last. Jede neue Metrik landete auf derselben Tabelle. Jede Wartung berührte den gleichen Kern.

Monat für Monat wuchs das Volumen, ohne dass die Betriebs- oder Modellierungsseite mitwachsen konnte. Neue Kennzahlen wurden zur Sonderaufgabe. Das Team investierte einen wachsenden Teil seiner Zeit in Pflege statt Weiterentwicklung. Wenn neue Produktmetriken mehrere Tage Backfill auslösen, wird Analytics selbst zur Produktbremse.

Für die Produkt- und Data-Verantwortung entstand daraus ein Zielkonflikt: Analytics soll Signale schneller liefern, während der Betrieb der Plattform immer mehr Aufwand bindet. Ohne Kurswechsel wird die Datenmodellierung zur Bremse für Produktentscheidungen. Die Frage war weniger, ob eine neue Plattform kommt. Die Frage war, welche.

Wenn jede neue Metrik an derselben Kern-Tabelle hängt, wird Analytics mit jedem Wachstumsschritt schwerer zu ändern.
Deep-Tech-SaaS-Anbieter: Kapitel 01
02Herausforderung

Databricks oder Snowflake?

Die Plattformentscheidung stand intern zur Bewertung. Databricks und Snowflake wurden gegeneinander geprüft. Beide Plattformen können auf dem Papier überzeugen. Entscheidend ist aber nicht, welche Plattform im Benchmark gut aussieht, sondern welche Plattform die eigenen Daten, Jobs und Kostenprofile beherrscht.

Für den Kunden war deshalb nicht die Feature-Liste entscheidend, sondern die Frage: Wie verhält sich die Plattform auf unseren Iceberg-Daten, mit unseren Transformationen und unserem Backfill-Volumen? Ein reiner Vendor-Benchmark hätte diese Frage nicht beantwortet. Der Kunde wollte einen Databricks-Aufbau nach Best-Practices, um die eigenen kritischen Transformationen sauber vermessen zu können. Dazu gehörte Iceberg-Integration ohne Zwischenkopien, korrekt konfigurierte Compute und ein Team, das den Aufbau nach dem PoC weiterführen kann.

ruhrdot kam als technischer Partner ins Projekt. Ziel war ein Aufbau, an dessen Zahlen sich die interne Bewertung ausrichten kann.

Die Entscheidung für eine neue Analytics-Plattform fällt nicht auf Vendor-Slides, sondern am eigenen Datenbestand.
Deep-Tech-SaaS-Anbieter: Kapitel 02
03Strategie

Fokussierter PoC statt langer Roadmap.

Der Rahmen war klar: drei Wochen, ein einmaliges Engagement. Der PoC kombinierte technische Migrationseinschätzung, Architekturreview und Performance-Messung in einem kompakten Setup. Ohne monatelanges Vorprojekt und ohne parallele Modernisierung an mehreren Baustellen.

Der PoC sollte keine Zukunftsarchitektur auf 60 Folien beschreiben. Er sollte zeigen, ob Databricks den kritischen Workload auf dem echten Datenbestand schneller, sauberer und kalkulierbarer ausführen kann. Im Fokus standen drei Prüfsteine: ein sauberer Databricks-Aufbau nach Best-Practices als Grundlage jeder Messung. Eine native Iceberg-Ingestion, die den Bestand in S3 direkt anspricht. Eine End-to-End-Transformation, deren Laufzeit sich an konkreten, wiederkehrenden Jobs zeigt.

Enablement lief von Anfang an mit. Das Kernteam sollte den PoC nach dem Engagement betreiben, erweitern und für weitere Metriken nutzen können. Die Kostenseite wurde bewusst mit aufgenommen: konkrete PoC-Kosten und eine Schätzung für die vollständige Zielplattform als Teil der Bewertungsgrundlage.

Ein PoC liefert nur dann eine Entscheidung, wenn er Setup, Performance und Kosten am eigenen Datenbestand messbar macht.
Deep-Tech-SaaS-Anbieter: Kapitel 03
04Lösung

Iceberg-native Ingestion, Performance-Tuning, End-to-End-Workflow.

In drei Wochen entstand ein durchgehender, produktionsnaher Weg von der Rohquelle bis zur finalen Metrik-Tabelle. Die Ingestion liest direkt aus Apache Iceberg in S3, ohne Zwischenkopien und ohne Format-Bruch. Die Transformationen laufen als End-to-End-Workflow, der hunderte Metriken in einer Kette erzeugt.

Die kritischen wiederkehrenden Transformationen wurden gezielt nach Databricks-Best-Practices getuned. Cluster-Konfiguration, Partitionierung, Join-Strategien und Cache-Verhalten wurden auf das reale Workload-Profil ausgerichtet. Ergebnis: Der Backfill, der auf dem bestehenden System drei Tage brauchte, endet auf Databricks nach 2 Stunden 30 Minuten.

Parallel liefen Enablement-Sessions mit dem Kernteam. Notebooks, Betriebs-Muster, Konfigurations-Entscheidungen wurden dokumentiert und im Team gespiegelt. Am Ende stand eine Kostentransparenz, die den PoC selbst abrechnet und die Zielplattform belastbar hochrechnet.

Ein PoC ist erst dann fertig, wenn die Zahlen stimmen und das Team weiß, wie es sie reproduziert.
Deep-Tech-SaaS-Anbieter: Kapitel 04
3 WochenPoC-Laufzeit
96,5 %Laufzeitreduktion
28,8xBeschleunigung
69,5 hZeitersparnis pro Lauf
HunderteMetriken pro Workflow

Zielarchitektur

Iceberg-Bestand direkt in Databricks.

Große Iceberg-Tabellen aus S3 laufen ohne Zwischenkopien in einen Databricks-Workflow auf AWS. PySpark-basierte Transformationen erzeugen eine finale Metrik-Tabelle mit hunderten Metriken, konfiguriert und getuned nach Databricks-Best-Practices. Quellsysteme Databricks Data Intelligence Platform (Managed Databricks auf AWS) Workloads Deployment & Betrieb: PoC-Setup · Enablement · Kostenmodell Lakeflow Jobs, Notebooks und Runbooks dokumentieren den PoC so, dass das interne Team ihn eigenständig weiterführen kann.

Bausteine

  • Apache Iceberg auf Amazon S3: bestehender Analytics-Datenbestand
  • Apache Kafka: Streaming-Ingestion in den Iceberg-Bestand
  • Legacy: On-Prem-Analytics rund um ClickHouse (Referenzsystem)
  • Ingestion: Native Iceberg-Ingestion aus S3 ohne Zwischenkopien
  • Processing: PySpark · Apache Spark auf Databricks
  • Optimierung: Cluster-Sizing · Partitionierung · Join-Strategien · Caching
  • Foundation: Delta Lake · AWS
  • End-to-End-Transformation: Rohquelle bis zur finalen Metrik-Tabelle
Platform Outcomes

Was der PoC strukturell geliefert hat.

Belastbare Entscheidungsgrundlage Databricks vs. Snowflake

Die interne Plattformentscheidung basiert auf einem PoC am eigenen Datenbestand mit realen Transformationen. Die Bewertung läuft an konkreten Zahlen entlang, statt an Vendor-Slides.

Kritischer Analytics-Workload von 3 Tagen auf 2 h 30 min

96,5 % kürzere Laufzeit, rund 29-fache Beschleunigung des zentralen Referenz-Workloads durch gezieltes Performance-Tuning der Kern-Transformationen. Die Laufzeit ist als harter Vergleichspunkt dokumentiert.

Iceberg-native Ingestion aus S3

Die bestehenden Iceberg-Tabellen werden direkt gelesen. Der Datenbestand bleibt an seinem Ort, die Ingestion arbeitet ohne Zwischenkopien.

End-to-End-Workflow bis zur Metrik-Tabelle

Ein durchgehender Weg vom Rohdatensatz zu hunderten Metriken. Metrik-Logik ist im Workflow beschrieben statt in einer wachsenden Zentraltabelle.

Kostentransparenz für PoC und Zielplattform

PoC-Kosten wurden nachgehalten, für die vollständige Zielplattform liegen belastbare Schätzungen vor. Die Plattformentscheidung läuft auf Zahlen statt auf Vermutungen.

Databricks-Setup nach Best-Practices

Cluster, Storage, Workspace, Naming und Konfiguration wurden bewusst gebaut. Der Aufbau taugt als Grundlage für weitere Workloads über den PoC hinaus.

Vorher / Nachher

Was sich konkret verändert hat

Vorher

Nachher

Laufzeit kritischer Analytics-Workload

3 Tage auf dem Legacy-System
2 h 30 min auf Databricks

Datenmodell

Eine zentrale, sehr große Tabelle als Metrik-Anker
End-to-End-Workflow mit hunderten Metriken in einer Kette

Ingestion aus Iceberg

Plattformvergleich hätte zusätzliche Kopien oder Abbildungen des Datenbestands benötigt
Databricks liest die bestehenden Iceberg-Tabellen direkt aus S3

Betrieb der Plattform

Wartungslast auf On-Prem-ClickHouse, jede neue Metrik greift die Kern-Tabelle an
Managed Databricks auf AWS, End-to-End-Workflow als Standardmuster

Grundlage der Plattformentscheidung

Vergleich anhand von Vendor-Materialien und Erfahrungswerten
Vergleich anhand messbarer PoC-Ergebnisse am eigenen Datenbestand

Nächste Schritte

Auf dem PoC bauen die nächsten Ausbaustufen bereits auf.

Der PoC ist die Grundlage für den weiteren Ausbau. Drei Ausbaustufen sind sortiert und stehen bereit, sobald die interne Plattformentscheidung gefallen ist.

1

Nächster Schritt: Weitere Kern-Transformationen migrieren.

Zusätzliche wiederkehrende Jobs werden auf das End-to-End-Muster gehoben und nach denselben Best-Practices getuned. Die zentrale Tabelle wird schrittweise entlastet, indem weitere Kern-Transformationen in reproduzierbare Workflows überführt werden.

2

In Vorbereitung: Vollständige Zielplattform aufsetzen.

Auf Basis der PoC-Konfiguration und der Kostenschätzung entsteht die produktive Databricks-Umgebung, inklusive Governance, Workspace-Struktur und Betriebs-Modell für das Kernteam.

3

Ziel: Analytics-Modernisierung end-to-end.

Die Datenmodellierung wird konsequent auf Delta-Lake-Muster ausgerichtet, Metrik-Definitionen im Workflow beschrieben und der Legacy-Pfad in geordneter Reihenfolge abgelöst.

Steht ihr vor einer ähnlichen Plattformentscheidung?

Wenn eure bestehende Analytics-Plattform an Volumen, Laufzeiten oder Wartungsaufwand stößt, reicht ein Vergleich von Feature-Listen selten aus. Entscheidend ist, wie Databricks, Snowflake oder eine andere Zielplattform mit euren echten Daten, euren kritischen Transformationen und eurem Kostenprofil umgehen. Wir prüfen mit euch, welche Workloads sich für einen belastbaren PoC eignen, wie ein Databricks-Aufbau auf eurem Datenbestand aussehen kann und welche Messpunkte ihr für eine fundierte Plattformentscheidung braucht.

Alexander Rabe
Alexander Rabe
Co-Founder · Head of Data & AI

FAQ

Häufig gestellte Fragen