In der ersten Projektphase baute ruhrdot gemeinsam mit dem Kunden das technische und organisatorische Fundament auf. Entstanden ist ein mandantenfähiges Lakehouse auf Databricks mit standardisierten CDC-Ingestion-Strecken für die rund 70 ERP-Instanzen.
Debezium erfasst Änderungen aus den Legacy-Datenbanken. Confluent Cloud transportiert die Events als Stream, Lakeflow Declarative Pipelines verarbeitet sie auf Databricks weiter und schreibt sie strukturiert in Delta-Tabellen. Innerhalb von rund 30 Sekunden stehen die Änderungen im harmonisierten Silver-Layer für weitere Verarbeitungsschritte bereit.
Unity Catalog steuert die Governance über die gesamte Plattform. Mandanten werden klar getrennt, Zugriffe granular vergeben und Datenflüsse über Lineage nachvollziehbar gemacht. Individuelle Kundensichten und übergreifend standardisierte Datenprodukte können damit auf derselben Plattform betrieben werden.
Auf dieser Grundlage entstehen wiederverwendbare Datenmodelle im Star-Schema. Fachliche Entitäten und Kennzahlen werden einmal definiert und anschließend für viele Mandanten genutzt. Die bestehende Qlik-Umgebung konsumiert diese Datenprodukte für interne und kundenbezogene Auswertungen.
Damit verändert sich auch das Produktmodell. Neue Analytics-Angebote können zentral entwickelt, standardisiert betrieben und über mehrere ERP-Kunden hinweg ausgerollt werden. Aus dem klassischen ERP-Geschäft entsteht schrittweise ein Data-Warehouse-as-a-Service-Angebot mit wiederverwendbaren Datenprodukten, kürzeren Ladezeiten und einer skalierbaren Governance-Struktur.
In der laufenden Ausbauphase übernimmt das interne Data-Team zunehmend die Verantwortung. Neue Mandanten, Datenquellen und Datenprodukte werden nach dem bestehenden Muster integriert. ruhrdot begleitet die Weiterentwicklung als Architektur- und Sparringspartner.
Aus rund 70 individuellen Datenstrecken entsteht ein mandantenfähiger Plattformservice für Reporting, Analytics und neue datenbasierte Produkte.